Montag, 19. Januar 2015
Der Fuchs ( Teil 1) Fortsetzung
An zwei verschiedenen Orten gleichzeitig sein, dass konnte wirklich niemand. Aber trotzdem, wie kam das Feuerzeug an den Tatort? Eigentlich konnte nur Kowalski das Feuerzeug dort verloren haben, dachten die beiden Polizisten, jedoch sie brauchten doch noch mehr Beweise. Besonders jetzt, wo das Alibi Kowalski entlastete. Schrader dachte sich schon , dass sie sich schon zu viel auf Kowalski eingeschossen hatten uind andererseits war er sich sicher, dass sie auf der richtigen Spur waren.
Vogts trat seinen "Dienst" an, in der Pokerszene. Als erstes ging er wie immer in die Kneipe, wo sich die Spieler immer trafen. Nichts war mehr so wie es einmal war. Alles war aufgebracht und aufgeregt. Zu viel war passiert in letzter Zeit. Derjenige, der am meisten durcheinander war, das war Peter Grabe. Sein Freund lag schwerverletzt im Krankenhaus und obendrein wurde er noch des Mordes verdächtigt und Grabe wusste wirklich nicht wie er ihm helfen konnte. Er fragte fast jeden Spielerkollegen ob er vielleicht etwas gesehen hatte, an dem Abend, als das Auto hochging. Vielleicht hatte ja jemand gesehen wie sich jemand an Kowaslkis Auto zu schaffen gemacht hatte, aber niemand schien etwas bemerkt zu haben. Es war wirklich wie verhext. Alles ging schief in letzter Zeit Was sollte er nur machen, wenn Kowalski in den Knast gehen müsste, aber daran wollte Grabe gar nicht denken. Außerdem glaubte er nicht, dass sein Freund zu so einer Tat fähig wäre. Es wurde der normale Spielbetrieb aufgenommen und alle verteilten sich in der Stadt. Vogts sah zu, dass er in der Nähe von Grabe blieb, und tatsächlich hatte er Glück und beide spielten am selben Ort. Der Abend fing ganz normal an. Ganz normale Einsätze und es passierte auch nichts ungewöhnliches. Doch je später der Abend wurde desto höher wurden die Einsätze. Am meisten ging Grabe immer mit hoch wenn gesetzt wurde. Vogts kam es so vor, als ob Grabe Kamikaze spielte egal was er für ein Blatt hatte, er ging immer bis zum Schluss mit und er blöffte, das war Vogts klar, denn jedesmal konnte man
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nicht so ein gutes Blatt haben. Aber nie ging jemand bis zum Schluss mit und damit gewann Grabe alles. Es war schon ziemlich spät, als Grabe mit einem Spieler immer höher setzte. Vogts war schon längst ausgestiegen. Grabe schien dieses mal nicht zu blöffen, so der Eindruck von Vogts. Grabe hatte sich zwei neue Karten gefordert, genau so wie sein Kontrahent. Grabe setzte auf einmal alles was er vorher gewonnen hatte und zu seinem Erstaunen ging der Gegner mit. Es lagen ungefähr 60 000 Euro auf dem Tisch. Längst lag eine ungeheure Spannung in der Luft. Niemand sagte mehr ein Wort, alle guckten nur nach Grabe und den anderen Spieler an. " Na, dann wollen wir mal die Hosen runter lassen. Ich fange von mir aus an," sagte Grabe. " Jede Karte einzeln. Wir wopllen uns ja langsam ausziehen, wollen es ja geniessen," sagte er und lachte dabei. Grabe legte die erste Karte hin. Es war ein Herzbube. Nun war sein Gegner dran, und der legte eine Pik Dame auf den Tisch. Beide begangen mit einer relativ hohen Karte. Grabe zögerte bei der zweiten Karte nicht und legte einen Pik Buben auf den Tisch. Damit hatte er schon einen Zwilling Buben. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Sein Gegenspieler legte ebenfalls seine zweite Karte auf den Tisch. Es war eine Karo Dame. Sein Gegner hielt also noch mit. Auch er hatte jetzt einen Zwilling. Aber einen höheren, weil die Dame beim Pokern mehr Wert ist als der Bube. Die anderen Spieler staunten nicht schlecht. Wenn jeder einen Drilling auf der Hand haben sollte, dann wäre Grabe unterlegen. Aber noch war nichts verloren für Grabe, außerdem hatte er immer noch ein Grinsen im Gesicht. Sein Gegner hatte ein, wie man so schön sagt, richtiges Pokerface. Grabe legte die nächste Karte auf den Tisch. Es war ein Kreuz Bube. Ein schon ziemlich gutes Blatt. Drilling Bube und zwei Karten hatte Grabe ja noch auf der Hand. Er schaute seinem Gegenüber in die Augen, aber der verzog keine Miene." Nun lass mal sehen ob du mithalten kannst, Kleiner," sagte Grabe. Noch ist es ja nicht schwer bei dem Einsatz kannst du doch jetzt noch nicht aufgeben. Dann lass mal deine nächste Karte sehen." " Jetzt fängt es doch erst richtig an," sagte Grabes Gegenüber und legte prompt eine Herz Dame auf den Tisch. GRabe staunte nicht schlecht. Er musste zwei mal hingucken, ließ sich aber seine Überraschung nicht anmerken. Aber er wurde sichtlich nervöser . Gerade erst eine Zigarette ausgemacht, steckte er sich die nächste an. Bis jetzt war sein Gegner mit Drilling Dame klar besser denn er hatte ja Drilling Bube. Aber noch brauchte er nicht aufgeben. Zwei Karten standen ja noch aus. Und bevor er die nächste Karte ausspielte ließ er sich sichtlich Zeit. " Vogts bring mir doch noch ein Bier, " sagte Grabe. Als Grabe einen langen Zug aus seiner Bierflasche gemacht hatte schaute er sich noch mal seinen Gegenüber anund legte die nächste Karte auf den Tisch, ohne seinen Gegner aus den Augen zu lassen. Die nächste Karte, die Grabe auf den Tisch legte war eine Kreuz Zehn. Es blieb also erst einmal bei dem Drilling Buben. Jetzt konnte man spekulieren. Entweder kam jetzt noch eine andere Zehn, dann hatte er ein Full House, oder ein weiterer Bube, dann hätte er ein Vierling was kaum zu schlagen war. Oder es kam nichts mehr dann würde es bei dem Drilling bleiben, aber dann hätte er jetzt schon verloren, weil sein Gegner ja einen höheren Drilling hätte. Keiner sagte etwas, alle warteten auf die Antwort des Gegners. Der ließ sich nun auch Zeit mit dem Legen der nächsten Karte. Auch er ließ sich von Vogts eine Flasche Bier bringen. Er war wirklich nicht aus der Ruhe zu bringen " Nun spann uns nicht so lange auf die Folter, " sagte Grabe. " In der Ruhe liegt die Kraft," konterte sein Gegner. Er nahm einen grossen Schluck aus der Pulle und setzte die Flasche vorsichtig auf den Tisch. Dann zog er eine von seinen zwei Karten aus seiner Hand und legte sie auf den Tisch. Zum Vorschei kam, eine Kreuz Sieben. Nun grinste Grabe leise in sich hinein, denn jetzt sah es doch besser für ihn aus. Wenn nämlich sein Widersacher noch eine sieben hätte, also ein Full House und Grabe hätte auch ein Full House, dann hätte Grabe gewonnen. Denn zwar ist der Bube einen niedriger als die Dame, aber die Zehn ist drei höher als die Sieben und somit wäre Grabe insgesamt zwei Höher als sein Kontrahent. Aber noch stand eine Karte aus. Die anderen unbeteiligten Spieler erwarteten nach dem jetzigen Stand Grabe als Sieger. Auch er war ziemlich siegessicher aber auch sein Gegenüber schien noch nicht kapituliert zu haben. Alle waren sehr gespannt auf die nächsten Karten. Nach langer Pause legte Grabe endlich seine letzte Karte auf den Tisch. Alle staunten nicht schlecht, denn es war eine Pik Zehn. Ein super Blatt. Ein Full House auf Bube und Zehn. Kein Wunder das Grabe alles gesetzt hatte. Sein Gegenüber saß nun ziemlich ruhig
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da. Und als nichts weiter passierte war Grabe sich so sicher, dass er gewonnen hatte, dass er gerade das Geld zu sich heran ziehen wollte. In dem Moment sagte sein Gegner: " Einen Augenblick, wir wollen doch meine Karte auch in Augenschein nehmen, oder," und legte seine letzte Karte hin. Absolute Ruhe. Keiner traute seinen Augen. Grabe war kreidebleich geworden. Die Karte nämlich, die sein Kontrahent als letzte auf den Tisch legte war eine Kreuz Dame. " Das kann doch nicht sein." sagte Grabe. Die anderen fingen an durcheinander zu reden und gratuliertem dem Sieger, doch plötzlich. Einer konnte wohl nicht verlieren " Du hast falsch gespielt, Junge." sagte Grabe. Alles wurde wieder still. Nur Grabe konnte sich so eine Behauptung leisten in den Spielerkreisen. Doch der andere blieb ganz ruhig und wollte sich das Geld, das er ja schließlich gewonnen hatte, nehmen. Jedoch in dem Moment konnte keiner so schnell gucken, wie Grabe aufstand und dem jungen Spieler mit der Faust ins Gesicht schlug. Der andere fiel, von der Wucht des Schlages, vom Stuhl. Raffte sich aber schnell wieder auf und lief mit einem hohen Tempo auf Gtrabe zu. Bevor der richtig reagieren konnte, hatte er seinerseits eine Faust im Gesicht.Und zwar schlug der andere mit so einer Wucht, dass Grabe zu Boden fiel. Sofort schmiss sich der andere hinterher und es gab ein Gerangel auf dem Boden. Nun schalteten sich die anderen ein, allen voran Vogts. Der in seinem Eifer fast gesagt hätte " auseinander Polizei". Gott sei Dank dachte er noch früh genug daran, dass er in Cognito da war. Er hatte genug Kraft und Übung, dass er den jungen Heißsporn von Grabe wegziehen konnte. Grabe versuchte aufzustehen und hinter dem jungen Mann herzulaufen, aber die Kollegen waren schneller und drückten ihn weiter auf den Boden. " Schnell, sagte Vogts leise, nimm dein Geld und verschwinde." Der junge Mann überlegte kurz und tat dann was Vogts ihm geraten hatte. Als Grabe merkte, dass er nichts ausrichten konnte, rief er dem Spieler hinterher: " Lass dich in der nächsten Zeit nicht in meiner Nähe blicken, sonst garantiere ich für nichts. Du Falschspieler." Nachdem einige Minuten vergangen waren, ließen sie Grabe wieder los.
" Wir mussten dich festhalten, sagte einer der Spieler entschuldigend zu Grabe, sonst wäre ein Unglück passiert, wir kennen dich doch." " Ist ja schon gut," sagte Grabe. " Ich will nichts mehr davon hören. Der Abend ist gelaufen.Wenn man es auch mit Falschspielern zu tun hat, kein Wunder, dass man dabei arm wird.
Dabei gehörte das geld mir. Wenn ihr diesen Komiker seht, sagt ihm, dass er erst gar nicht ins " Winner or Looser " zu kommen braucht, wenn ihm seine Gesundheit lieb ist."
Alles sprach am nächsten Abend über Grabe, als sie in der Kneipe waren. " Hast du schon gehört. Grabe soll einen ganzen Batzen Geld verloren haben. Man spricht davon, dass insgesamt 60 000 Euro auf dem Tisch gelegen haben soll. Grabe hat Thomas als Falschspieler beschimpft und dann haben sie sich auch noch geprügelt" " das hätte er mal mit mir machen sollen, dem hätte ich die Visage verprügelt. Schließlich kann sich Grabe ja auch nicht alles erlauben." " Sei ruhig, da kommt er gerade." Als Grabe die Kneipe betrat wurde es für einen Moment still. " Was ist? Hat es euch die Sprache verschlagen. So etwas spricht sich wohl schnell rum. Aber glaubt ja nicht, man könnte mir auf der Nase herum tanzen. Wenn ich den Typ die nächste Zeit sehen sollte ergeht es ihm schlecht." Grabe setzte sich an einen Tisch, und es wurde wieder durcheinander erzählt. Zu später Stunde verteilten sich die Leute wieder zum Spielen, keiner wollte mit Grabe spielen, ausser Vogts, der musste ja an Grabe dran bleiben. Schließlich fanden sich aber doch noch ein paar die mitgingen. Der Abend war sehr ruhig, keinerlei Zwischenfälle. Schrader und Dirkes waren froh, dass sie nun doch noch die Hausdurchsuchung erlaubt bekamen bei Kowalski . Sie fuhren auch sofort zu Kowalskis Wohnung. und erwarteten aber nicht viel zu finden. Die Wohnung war sehr gross, mit vielen Zimmern. Es gab viel zu tun für die beiden. Wonach sie suchten war klar, sie mussten irgendetwas finden was mit dem Fall oder besser gesagt mit beiden Fällen zu tun hatte. Sie suchten eine ganze Weile ergebnislos, aber als Dirkes unter dem Bett schaute, fand er eine Schuhschachtel. Als er die Schachtel hoch hebte, merkte er, dass etwas schweres darin sein musste. Die Schachtel war mit einem Gummiweckring dichtgehalten. Dirkes streifte den Ring herunter und öffnete die Schachtel. Schrader war der erste der etwas sagte:" Was haben wir denn da schönes? Munition für eine Pistole Warum versteckt man die wohl unter dem Bett?" " Ob wir auch die passende Waffe dazu finden werden?" " Es wird sich auf jeden Fall lohnen danach zu suchen," sagte Schrader.
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Ich möchte aber wetten, dass die Munition das gleiche Kaliber hat wie die Kugel in Müllers Körper, und damit identisch ist." Sofort brachten Kollegen eine Kugel zur balistischen Überprüfung um festzustellen ob tatsächlich eine Übereinstimmung da ist, Schrader und Dirkes suchten nun fieberhaft nach einer Waffe. Aber wo sie auch guckten, ihre Suche war erfolglos. Jedoch in der Garage fanden sie etwas anderes. Stahldraht aufgewickelt in einer Ecke liegend. Nun gab es sicher viele dieser Drähte im Übermass in mehreren Haushalten zu finden. Jedoch in diesem Fall war es doch schon sonderbar, dass Kowalski so einen Draht besaß, wo doch Niehaus mit einem solchen Draht erdrosselt wurde. Das ganze Haus wurde auf den Kopf gestellt, eine Waffe jedoch fanden sie nicht und auch sonst weiter nichts verdächtiges. Als ein Kollege von der Balistik später zu Kowalskis Wohnung kam bestätigte er, dass die Kugel das gleiche Kaliber hat, wie die Kugel bei Müllers Mord. " So jetzt haben wir dich Kowalski , sagte Schrader. Jetzt haben wir genug Beweise für eine Untersuchungshaft. Patrik, veranlasse sofort, dass wieder ein Wachmann vor Kowalskis Zimmertür im Krankenhaus postiert wird.
Als Kowalski sich eine Zeitung vom Krankenhauskiosk holen wollte, war er sichtlich überrascht als ein Beamter der Polizei ihn in sein Zimmer zurückschickte. " Was ist denn jetzt schon wieder los? fragte Kowalski. Warum können sie mich denn nicht durchlassen, Herr Wachtmeister?" " Ich habe meine Anweisungen. Also bitte, gehen sie wieder ins Zimmer." " So stell ich mir Knast vor, brüllte Kowalski und ging mürrisch in sein Zimmer zurück. Grabe wollte seinen alten Freund Kowalski mal wieder besuchen, und auch er war sichtlich erstaunt als schon wieder ein Polizeibeamter mit ins Zimmer ging. und er wiederum die Aufforderung bekam nicht länger als zehn Minuten zu bleiben. " Was ist denn schon wieder los, Manni. Ich dachte du bist erst einmal entlastet durch dein Alibi." " Ich verstehe das auch nicht, ich werde noch verrückt hier." " Wie lange musst du denn hier noch liegen. Was hat der Arzt gesagt?" "Der Doktor meinte, wenn es weiter so gut voran geht mit der Heilung, dann könnte ich in zwei drei Tagen entlassen werden." " Das ist doch mal was erfreuliches." " Und wie läuft es so beim Pokern. " " Hör bloss auf, sagte Grabe. So ein Schnösel hat mich völlig abgezockt. Ich hätte 60 000 Euro kassieren können, stattdessen habe ich einen ganzen Batzen verloren. Stell dir vor, ich hatte ein Full House auf Bube und Zehn. Und was hat dieser Knilch, vier Damen. " " Das gibt es doch nicht." " Und zu allem Überdruß, als ich ihm eine geballert habe haut der mir eine zurück. Meine Wange tut immer noch weh. Der hat einen ganz schönen Schlag. " " Das du auch nie weisst wann du verloren hast, Peter. Wenn du so weiter machst, will bald keiner mehr mit dir spielen." " Das glaubst du?" Bei dem Gewinn hätte ich mir auch eine reinhauen lasse, freiwillig sogar." " Aber du hast doch schon genug gewonnen, so gut wie du blöffen kannst. Jedoch die jungen Spieler brauchen mal ein Erfolgserlebnis sonst kommen die doch nicht mehr. Erinnere dich doch mal an deine Anfangszeit." " Du hast ja recht. Aber sag mal, was ist denn schon wieder hier los, dass du wieder bewacht wirst. Hat sich was neues entwickelt." " Ich habe keine Ahnung, Peter. Ich war genau so erstaunt wie du." " Meine Herren, die Zeit ist um ich muss sie bitten sich voneinander zu verabschieden." " Können die Bullen nerven," sagte Grabe. " Das möchte ich überhört haben ," sagte der Wachhabende. " Also mach es gut, Manni. Halt die Ohren steif." " Mach ich. Und in ein paar Tagen spielen wir erst einmal wieder ein paar richtige Runden Poker, Peter." Doch da sollte sich Kowalski täuschen. Denn er wusste ja noch nicht, was die Polizei gegen ihn in der Hand hatte. Als Grabe aus der Pforte des Krankenhauses ging, kamen ihm Schrader und Dirkes entgegen. Grabe guckte in eine andere Richtung und ging weiter. Als die Polizisten an ihm vorbei waren, guckte er hinter ihnen her Jetzt wird Manni erfahren, was eigentlich läuft, dachte er. Hoffentlich ist es nichts schlimmes. Schrader und Dirkes gingen schnurstracks auf Kowalskis Zimmer zu. "Kowalski jetzt steht ihnen aber bis zur Unterlippe," sagte Schrader. " Ich weiss gar nicht was los ist, Herr Kommissar. " " Wir haben bei ihnen eine Hausdurchsuchung durchgeführt , Kowalski" " Ohne meine Erlaubnis und ohne mein dabei sein." " Wir brauchten ihre Erlaubnis nicht, die hatten wir vom Oberstaatsanwalt. Und sie brauchten auch nicht dabei sein. Wir haben uns auch so ganz gut zurecht gefunden" " Ja, ist das denn erlaubt?" " Das ist erlaubt Kowalski. Da brauchen wir keinen zu fragen." " Na und. Was wollen sie denn bei mir schon gefunden haben." " Na,ja. Ein bisschen hat sich die Sucherei schon gelohnt, und das wissen sie ganz genau." " Was weiß ich
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ganz genau?" " Nun tun sie doch nicht den Unschuldigen spielen Kowalski. Wir haben unter ihrem Bett Munition für eine Pistole gefunden." " Munition? Unter´m Bett? Ich habe noch nie eine Waffe besessen, was soll ich dann mit Munition? Und dann noch unter´m Bett?" " Dann hat das wohl der Weihnachtsmann dort hingelegt. Und das beste ist, die Kugeln haben das gleiche Kaliber wie die Kugel, die Müller getötet hat. Was sagen sie dazu, Kowalski?" " Die muss mir dort jemand hingelegt haben. Ich habe noch nie Munition besessen. Ich war es nicht." " Außerdem haben wir Draht gefunden, genau so einen Draht mit dem Niehaus erdrosselt wurde." " Was für Draht?" " Jetzt sagen sie nur, das hat ihnen auch jemand dort hingelegt?" " Wofür soll ich Draht benutzen?" " Ihre Ausflüchte gehen mir langsam auf den Wecker, Kowalski. Nun geben sie schon alles zu. Erleichtern sie ihr Gewissen." " Warum soll ich etwas zugeben, was ich nicht gemacht habe." " Und was ist mit dem Feuerzeug was wir am Tatort, ich wiederhole, am Tatort gefunden haben. Dafür haben sie ja auch keine Erklärung." " Doch, es muss mir gestohlen worden sein." " Kowalski machen sie sich doch nicht lächerlich. An ihrer Stelle würde ich ihren Anwalt anrufen, den brauchen sie nämlich jetzt dringend." "Ich brauche keinen Anwalt. Ich habe nichts getan." " Kowalski, wir brauchen nur noch ihr Geständnis und sie gehen für mehrere Jahre in den Bau." Kowalski wurde nun ganz still. Es sah schlecht aus für ihn. Alles sprach gegen ihn. Die Beweise waren zu deutlich. Plötzlich sagte er :" Und mein Alibi. Wie kann ich den Mord begangen haben, wenn ich bei der Frau war. Das hat sie doch bestätigt." " Kowalski, diese Frau wird einem ordentlichen Verhör nicht standhalten und schließlich zugeben, dass sie nicht bei ihr waren in der Mordnacht. Außerdem für den Mord an Müller haben sie überhaupt kein Alibi. Also was wollen sie denn noch. Wenn der Arzt sagt, dass sie entlassen werden können, kommen sie in Untersuchungshaft. Und dann ist es nur noch eine Frage der Zeit bis sie gestehen. "
" Wenn ich etwas zu gestehen hätte, würde ich es vielleicht sogar tun. Aber da gibt es nichts." " Warten sie es ab Kowalski. Wir werden ihnen schon noch auf die Sprünge helfen." Schrader und Dirkes gingen mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck.
Als sie bei der Freundin von Kowalski klingelten, machte die junge Frau sofort auf. " Ach, sie sind es. Haben sie noch Fragen an mich?" " Ja, Frau Alteköster. Also wir wollten sie nochmals nach dem besagten Abend und der Nacht befragen, wo Herr Kowalski bei ihnen war." " Ja, was gibt es da noch zu klären?" " Also es ist so. Herr Kowalski ist und bleibt unser Hauptverdächtiger. Bei einer Hausdurchsuchung haben wir belastendes Beweismaterial sicherstellen können." " Und jetzt glauben sie, ich hätte ihnen etwas vorgelogen. Da muss ich sie aber enttäuschen. Ich habe die Wahrheit gesagt, und wenn es sein muss, würde ich meine aussage noch beschwören." " Aber Frau Alteköster, wollen sie wirklich wegen so einem Kerl, eine falsche Aussage machen, eventuell einen Meineid leisten. Sie machen sich ja straffällig " " Ich habe die Wahrheit gesagt, da können sie mich auch noch so bequatschen. Außerdem, Manni ist gar nicht so ein schlechter Kerl, er isr sogar ganz in Ordnung " " Frau Alteköster, lieben sie Kowalski? " Warum fragen sie das, meinen sie, das ich dann befangen bin? Ich will ihnen mal was sagen. Ja, ich liebe Manni. Und deshalb würde ich aber eine solche Tat, wenn er sie begangen hätte nicht unterstützen. Deshalb habe ich überhaupt kein Grund zu lügen. Ich habe die Wahrheit gesagt, er war die ganze Zeit bei mir und deswegen bleibe ich auch bei meiner Aussage. Weil ich für Gerechtigkeit bin." " Frau Alteköster. Es könnte aber auch sein, dass ihre Aussage nichts nützt, weil ihnen keiner glaubt, weil das belastende Beweismaterial, Kowalski untergehen lassen." " Wenn Manni verurteilt wird, würde er zu Unrecht verurteilt werden." " Ich kann sie ja verstehen, Frau Alteköster, sie sind verliebt." " Nichts verstehen sie. Und wenn sie keine weiteren Fragen mehr haben, möchte ich sie bitten zu gehen." " Also gut, sagte Schrader. Aber wir kommen bestimmt noch mal."
Das Wochenende nahte und Schrader war wirklich ausgelaugt. Er freute sich auf sein Wochenende , denn die Familie hatte eine Fahrradtour geplant. Samstag morgen wollten sie los und Sonntag spät nachmittag wollten sie wieder zu Hause sein.
Als er am Freitagabend nach Hause kam war er richtig kaputt. Fertig von den Ereignissen der Woche. Sein Enkel Kevin begrüßte ihn stürmisch, so dass Schrader seinen Enkel richtig festhalten musste, sonst wäre er hingefallen. " Lass mich doch erst mal richtig nach Hause
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kommen." " Opa , morgern früh geht es los. Dann startet unsere Fahrradtour." " Ja ich freue mich auch schon. Hast du denn dein Fahrrad richtig flott gemacht, Kevin?" " Ja, das von Mama und Papa auch." " Ja, dann warst du ja richtig fleißig Opa muss seins und Oma´s Fahrrad noch richtig nachschauen, heute Abend. Aber eigentlich sind die Räder ja gut in Schuss. Du willst bestimmt früh ins Bett Kevin, damit du morgen fit bist für die Tour. Wann soll es denn eigentlich losgehen?" " Na doch um 9 Uhr, Opa." " Na klar. Wie konnte ich das nur vergessen. Nun lass mich aber erst einmal zu deiner Oma gehen und sie begrüßen."
Schrader küsste seine Frau liebevollund setzte sich an den Abendbrottisch. Kevin war in der Zwischenzeit zu seinen Eltern nach oben gegangen. Wie immer hatte Schraders Frau alles liebevoll hergerichtet. " Freust du dich auch schon auf die Fahrradtour, Liebes?" " Ja, klar. Ich bin schon gespannt ob das Wetter mitspielt. Jetzt um diese Zeit ist es ja meist unfreundlich ." " Der Wetterbericht verspricht ein super sonniges Wochenende. Außerdem können wir uns ja dem Wetter entsprechend anziehen, falls es regnen sollte." " Auf jeden Fall wird es bestimmt sehr gut." " Das glaube ich auch," sagte Schrader. Beide aßen in Ruhe zum Abendbrot und anschließend ging Wolfgang Schrader in den Keller, wo er sein Fahrrad und das seiner Frau nochmals einer Untersuchung unterziehen wollte. Er zog sich alte Sachen an und ging in den Keller. Er machte Licht an und schaute sich die Räder erst einmal an. Er fand beim ersten Anblick, dass er die Räder ruhig überputzen konnte. Die Bremsen sind das wichtigste fand er. Wenn die nicht richtig funktionieren, könnte es zu einem Unfall kommen. Deshalb überprüfte er sie auch ganz genau. Er zog zuerst die Vorderbremse an, und versuchte das Fahrrad anzuschieben. Die Bremse packte perfeckt. Dasselbe machte er mit der Hinterbremse und auch die war tadellos in Ordnung. .Danach schaute er sich die Bremsbacken an, ob noch genug Gummi( Profil ) drauf war. und auch das war in Ordnung Außerdem ließ er die beiden Räder
frei in der Luft laufen, um zu sehen, ob sie frei und rund laufen Das Licht vorne und hinten wurde kontrolliert
Außerdem schaute der Fuchs nach, ob die Schrauben an Lenker und Sattel fest genug angezogen waren. Dann nahm er die Luftpumpe und pumpte vorne und hinten genügend Luft auf.
" Ta, Ta, Ta, Ta." Kevin sprang in den Keller. " Na, Opa. Alles klar?" " Ja sicher, mein Kleiner. Ich habe gerade die Fahrräder überprüft, und es ist alles in Ordnung." " Bist du schon fertig? Dann kann ich dir ja gar nicht mehr helfen, Opa." " Doch das kannst du. Du kannst Oma´s Fahrrad ein bisschen putzen. Hast du Lust" " Ja, habe ich." O.K.. Dann gebe ich dir einen Putzlappen und dann kannst du loslegen. Ich werde meines putzen." Wolfgang Schrader gab seinem Enkel einen Putzlappen und machte dann das Radio an, damit die beiden etwas Unterhaltung hatten. Sie waren sehr fleißig. Sie pfiffen bei der Arbeit, denn mit Musik geht immer alles besser. Sie putzten und putzten und als sie fertig waren glänzten die Räder, wie ein neuer Stahltopf. Selbst die Felgen waren picobello blank. Die beiden waren hochzufrieden uind beendeten ihre Arbeit. Kevin ging ins Bett und der Fuchs setzte sich mit seiner Frau ans Fernsehen und guckte sich einen Krimi an. Zur späteren Stunde kamen noch seine Tochter und sein Schwiegersohn runter. " Na, Bei euch alles klar für morgen?" fragte seine Tochter. " Na, sicher. Wir haben ja alles früh genug geplant. Wir wissen wo wir lang fahren wollen. Wir wissen wo wir Pause machen wollen, was wir besichtigen wollen. Aber eines wissen wir noch nicht. Wo wir übernachten wollen. " " Das machen wir so, Papa. Wenn es so 19 Uhr ist am Samstag, dann halten wir Ausschau nach einer Übernachtung. Wir werden schon was finden. Am Wannsee gibt es genug Gaststätten und Übernachtungsmöglichkeiten." " Na, dann ist alles klar, mein Mädchen. " " O.K. Dann schlaft gut. Bis morgen in alter Frische." Die vier verabschiedeten sich richtig gut gelaunt, weil sie hatten alle Vorfreude auf den morgigen Tag. Die Nacht verlief ruhig. Am nächsten Morgen war Kevin der erste, der auf war. Er war auch am unruhigsten. Schließlich sollte es ein Erlebnis werden Kevin weckte zuerst seine Eltern und dann seine Oma und seinen Opa. " Opa. Aufwachen. Heute ist die Fahrradtour, aufwachen."
Der Fuchs hatte tief und fest geschlafen und hatte nun Mühe wach zu werden. " Gleich, Kevin. Einen Moment noch." Doch Kevin machte kurzen Prozess und zog seinem Opa die Decke weg. Der Fuchs war sofort, durch die Kühle, die ihm entgegen kam, ruckartig wach. " Liebes, steh auf. Es gibt noch einiges Vorzubereiten." Der Fuchs ging ins Bad und machte sich frisch. Seine
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Frau eilte unterdessen in die Küche und stellte das Wasser für den Kaffee an. Nachdem sich der Fuchs angezogen hatte, stellte er die Fahrräder nach draussen. Er steckte die Fahrradkarte vorne an den Lenker. und brachte die Satteltaschen am Fahrrad an, und ging dann wieder in das Haus um seiner Frau zu helfen. Es mussten noch Brote geschmiert werden und Getränke aus dem Keller geholt werden . Schrader schmierte Mettwurstbrote und Brote mit Bierschinken. Außerdem machte er Brötchen mit Mett fertig. Cola, Fanta, Wasser und den frisch aufgebrühten Kaffee, den er in Thermoskannen abgefüllt hatte, tat er in die Satteltaschen. Für den süssen Zahn nahm er Berliner, Schokolade und eine Tüte Fruchtbonbons für Kevin mit. Als alle sich draussen vor dem Haus versammelt hatten und alle auf ihren Rädern saßen, ging es nun endlich los. Sie steuerten den Grunewald an mit seinem Wannsee. Sie hatten reichlich Zeit, deshalb radelten alle gemütlich nebeneinander her. Die ersten 5 Kilometer klappten prima. Der Himmel war bewölkt, aber es war trocken. Im Grunewald angekommen radelten sie noch einige Kilometer bis zum Grunewaldturm und dort machten sie die erste Pause. Kevin, aber auch sein Großvater waren ein bisschen kaputt. Sie stiegen auf den Turm, wo man eine herrliche Sicht auf die Havel, den Wannsee und über den Grunewald hatte. Nachdem sie sich satt gesehen hatten an der schönen Aussicht stiegen sie vom Turm herunter und radelten weiter. Alle waren gut gelaunt und plötzlich stimmte der Fuchs ein Lied an und alle sangen mit
Lied: " Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nichts wie raus zum Wannsee."
Sie sangen das Lied während sie radelten. Ein paar Kilometer weiter kamen sie am Havelberge an. Das Wetter war inzwischen wunderbar sonnig. Sie radelten bis zum Mittag weiter bis zum großen Wannsee und dort machten sie Rast. Sie suchten sich ein Plätzchen aus mit Tisch und Bänken und sie packten ihre selbst gemachten Brötchen, Kuchen und Getränke, halt alles was sie mitgebracht hatten aus und stellten es auf den Tisch. Alle bedienten sich eifrig an den Köstlichkeiten. Sie alle hatten doch gemerkt, dass das Fahrrad fahren doch hungrig machen konnte. Der Fuchs freute sich, dass seine Sachen, die er zusammen gestellt hatte gut angenommen wurden. Er selber war auch sehr hungrig. Nachdem alle gesättigt waren packten sie die restlichen Speisen zusammen und packten alles wieder ein. Sie blieben noch eine Weile auf den Bänken sitzen bis sie schließlich dann doch alle gemütlich weiterfuhren. Sie radelten nicht sehr schnell, und sie unterhielten sich während des Fahrradfahrens und es machte ihnen allen viel Spaß. Das Wetter war weiterhin gut. Sie hatten wirklich viel Glück mit dem Wetter. Da es aber zu dieser Jahreszeit ziemlich früh dunkel wurde, mussten sie auch sehr früh mit Licht fahren. Sie fuhren zwei Stunden mit Licht, bis sie schließlich am grossen Wannsee ankamen und dort in einer kleinen Pension einkehrten. Schnell bezogen sie ihre Zimmer. Aber schlafen wollte noch keiner, außerdem hatten sie noch alle Hunger. Sie bestellte unten im Restaurant für jeden eine Wurstplatte. Der Fuchs bestellte für sich und seine Frau eine Flasche Rotwein, und natürlich auch für seinen Schwiegersohn und seine Tochter. Kevin trank eine Fanta. Für Cola war es schon zu spät, fand seine Mutter, was Kevin gar nicht verstehen konnte. Nachdem essen schauten der Fuchs und sein Schwiegersohn noch etwas Fernsehen und seine Frau seine Tochter und Kevin gingen schon auf ihre Zimmer. Sie waren doch ziemlich müde und sie schliefen schnell ein. Zu etwas späterer Stunde gingen die beiden Männer auch ins Bett. Es war ein tiefer Schlaf den alle hatten. Schließlich waren sie den ganzen Tag geradelt.
Am nächsten Morgen waren alle sehr früh wach. Sie hatten sich wecken lassen, denn schließlich wollten sie am späten Nachmittag wieder zu Hause sein. Alle hatten ein bißchen Muskelkater. Sie machten sich alle für das Frühstück bereit. Nach einer kalten Dusche waren alle wach. Sie gingen in das Esszimmer der Pension und verteilten sich auf zwei Tischen. Der Fuchs mit seiner an einem, und die junge Familie an einem anderen Tisch. Sie aßen ausgiebig. Denn neben Eiern, Toast, Orangensaft, Müsli und Brötchen mit Marmelade gab es. Alles was das Herz begehrte Der Fuchs sagte: " Wir leben hier wie die Fürsten. Jetzt lasst uns weiterfahren. Es wird Zeit das wir weiterkommen," sagte der Fuchs, nachdem alle aufgegessen hatten. Der Fuchs beglich die Rechnung und bedankte sich bei den Wirtsleuten und ging dann nach draussen, wo die anderen Familienmitgliedern schon auf den Fahrrädern saßen und schon startbereit waren. " Na, dann kann es ja weitergehen," sagte der Fuchs und schwang sich auf sein
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Fahrrad. Nun fuhren sie auf der anderen Seite vom Wannsee und der Havel durch die Finnenhaussiedlung wieder zurück. Der heutige Sonntag morgen war etwas regnerisch, so dass sich alle Regensachen anziehen mussten. Aber die Schraders hatten noch Glück mit dem Wetter. Nach einer halben Stunde Regen riß der Himmel wieder auf und etwas später kam dann auch die Sonne wieder raus. Nachdem sie die Weinmeisterhöhe hinter sich gelassen hatten und die Nordseite der Havel erreichten, waren sie einmal rum. Nun hatten sie es nicht mehr weit bis nach Hause. Sie kamen um 18 Uhr zu Hause an. Sie waren alle kaputt aber auch glücklich, weil ihnen allen die Fahrradtour so gut gefallen hat. Die Fahrräder wurden wieder in den Keller geschoben und dann gingen alle ins Haus. Das hat doch gut geklappt. Wie geht es dir Kevin?" fragte der Fuchs. " Mir geht es gut. Aber ich werde heute früh ins Bett gehen. Jedoch so schöne zwei Tage habe ich noch nicht erlebt . Das beste war, dass wir alle zusammen waren. Auch der Fuchs legte sich wie der Rest früh ins Bett. Am nächsten Morgen rief schließlich die Pflicht für den Hauptkommissar. Er tat sich schwer am Morgen sich fit zu machen. Er wollte einfach nicht in den Tritt kommen. Er saß richtig müde, den Kopf auf beide Händ gestützt am Küchentisch Seine Frau merkte, dass ihr Mann einen längeren Anlauf brauchte heute Morgen und kochte einen starken Kaffee. " Es war ein schönes Wochenende," sagte der Fuchs müde. aber ich doch ganz schön geschafft von der Strampelei." " Im Laufe des Tages wird es schon besser werden, mein, Liebling," sagte Frau Schrader mitfühlend. Sie konnte sich schließlich ein bisschen ausruhen. Ihr Mann musste den ganzen Tag arbeiten. Der Fuchs verabschiedete sich liebvoll von seiner Frau. und machte sich auf den Weg zur Arbeit. Patrik Dirkes war schon längst im Büro, als der Fuchs in dasselbige eintrat. " Guten Morgen, Patrik." " Guten Morgen, Wolfgang. Ist das nicht ein schöner Tag. Der Fall ist so gut wie abgeschlossen. Da kann man doch zufrieden sein." " Wir haben immer noch nicht die Tatwaffe. Das muss unser Hauptaugenmerk sein, auf das wir uns konzentrieren müssen. Wir müssen überall dort suchen wo wir sie vermuten könnten. Dann brauchen wir noch ein Geständnis von Kowalski, um sicher zu gehen. Und immerhin hat Kowalski noch ein Alibi." Aber die Beweise, die wir haben sind doch eigentlich eindeutig. Und das Alibi ist doch nicht viel Wert." " Wir werden uns die Frau Alteköster noch einmal vorknöpfen aber später," sagte der Fuchs. Zuerst brauchen wir die Tatwaffe. Wann konnte Kowalski noch mal aus dem Krankenhaus verlegt werden in die Untersuchungshaft, Patrik?" " Morgen schon." " Das ist gut, dann können
wir ihm sicher bald ein Geständnis entlocken. "
Die beiden Polizisten fuhren zu Kowalskis Wohnung " Wir müssen jeden Quadratmeter dreimal durchsuchen. Oben angefangen und uns langsam nach unten durcharbeiten ." Die Beamten suchten lange,sehr lange, bis in den späten Nachmittag hinein, aber sie fanden nichts was Kowalski weiter belasten könnte.
Peter Grabe besuchte seinen alten Kumpel im Krankenhaus. " Mensch, Manni. Dich haben sie aber am Wickel." " Da kann etwas nicht stimmen. Die Beweise, die der Fuchs und sein Kollege bei mir gefunden haben, und dann noch das Feuerzeug am Tatort. Ich verstehe einfach nicht wie es dort hinkommen konnte. Es muss mir jemand geklaut haben und dann dort extra hingelegt haben nach dem Mord. Aber wer macht denn so etwas. Ich kapiere das einfach nicht. "
" Manni, da läuft jemand rum und mordet und will dir, aus irgeneinem Grund, das in die Schuhe schieben. Es muss jemand sein, der seine Morde schon geplant hatte und der wusste, dass du ein mögliches Motiv haben könntest. Derjenige muss gewusst haben das Müller bei dir so viel Schulden hatte. . Das ist ein wirkliches Motiv. Der andere muss ein anderes Motiv haben und wusste genau, wenn er morden würde, konnte er es so aussehen lassen, dass du die Morde begangen hast." "Das könnte so sein, Peter. Aber ich kenne keinen auf den das zutrifft." " Vielleicht ein Spielerkollege." Aber aus welchem Motiv? Es gibt bestimmt einige Spieler, die mir am liebsten mal die Fresse polieren möchten. Aber wer bringt schon jemanden um, um mir das in die Schuhe zu schieben? Also, wenn man sich an mir rächen will, braucht man doch keinen umbringen." " Auf jeden Fall halte ich meine Augen offen. Da kannst du dich drauf verlassen, Manni."" Sehr nett von dir, Peter. Vielleicht kriegst du ja was heraus." Die Besucherzeit war schon wieder vorbei, der Polizist schaute auf die Uhr. " Schon gut, sagte Peter
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Grabe, ich verlasse schon das Krankenzimmer. Tschüss, Manni. Alles wird gut." "Sieht zur Zeit nicht so aus." " Kopf hoch, Manni. Mach es gut." Nachdem Peter Grabe wieder gegangen war, lag Kowalski doch ziemlich deprimiert im Bett. Schließlich erwartete ihn die Untersuchungshaft. " Hören sie mal Wachtmeister. Könnte ich mal telefonieren ?" " Wen wollen sie denn anrufen?" " Meinen Anwalt." " Wenn sie wirklich ihren Anwalt anrufen wollen, dann dürfen sie das natürlich. Das ist schließlich ihr Recht. Ich besorge ihnen ein Telefon." Der Wachtmeister verließ das Krankenzimmer und machte sich auf die Suche nach einem Telefon. Es dauerte ein Zeit bis der Polizist mit einem Telefonapparat wieder zurück kam. " So, Herr Kowalski, hier ist ein Telefon.... Ach du Schreck, der ist abgehauen." Sofort schlug der Polizist Alarm . Er funkte seine Kollegen an, die an dem Ausgang des Krankenhauses standen und erzählte ihnen, dass Kowalski flüchtig sei. Sofort kamen noch andere Polizisten in das Krankenhaus und sie machten sich auf die Suche nach Kowalski. Sie guckten in jedes Zimmer, Schwestern wurden gefragt, ob sie Kowalski gesehen hatten. Aber ohne Erfolg. Kowalski musste aber noch im Krankenhaus sein, weil bei den Beamten am Ausgang Kowalski
noch nicht aufgetaucht war. Das gesamte Krankenhaus wurde abgeriegelt. Die Polizeibeamten durchsuchten jeden Raum. Kowalski war nirgendwo aufzufinden.
Eine viertel Stunde später war der Fuchs und Patrik Dirkes am Krankenhaus. Patrik Dirkes ließ den Polizeibeamten, der Wache hatte vor Kowalskis Krankenzimmer, stramm stehen. " Wie konnten sie das machen? Sie können doch Kowalski nicht so lange alleine lassen. Wir sprechen uns noch." " Eigentlich
kann Kowalski nicht rausgekommen sein, Patrik. Er ist ja nicht an den Polizeibeamten, die am Ausgang stehen, vorbeigekommen. " In der Stadt ging jemand in einer kleinen Gasse zu einem Container, zog einen weissen Kittel aus. und stopfte ihn in den Müllcontainer . Kowalski freute sich. Er war mit dem weissen Kittel an den Polizeibeamten am Ausgang einfach vorbei gegangen. Sie hatten sogar noch gesagt :" Guten Tag, Herr Doktor." Nun musste er erst einmal zusehen, dass er Land gewann. Die Polizei würde schon bald nach ihm suchen. Er ging schnellen Schrittes weiter.
Nach einer Stunde Suchens gaben die Polizisten das Suchen im Krankenhaus auf. Der Fuchs musste sich eingestehen, dass Kowalski ihnen entwischt war. Jetzt war der Hauptverdächtige flüchtig. Der Fuchs gab eine Ringfahndung aus. Sämtliche Polizisten erhielten ein Blatt Papier mit Kowalskis Foto da drauf. Jeder war vom Fuchs angehalten auf Streife auf jede Kleinigkeit zu achten.
" Jetzt haben wir den Salat, Patrik. Aber Kowalski muss doch etwas auf dem Kerbholz haben, sonst wäre er nicht geflüchtet.
Kowalski streifte durch eine Schrebergärtenkolonie Zu dieser Jahreszeit war hier weit und breit niemand. Hier konnte er sich gut verstecken. Er drückte auf mehrere Türklinken von den Gartenhäuschen und bei dem fünften Häuschen ging die Tür offen. Er ging hinein in das Häuschen und schaute sich überall um. In der Mitte des Raumes stand ein Tisch mit zwei Holzstühlen dran In der Ecke stand ein altes Sofa mit einer Decke drauf. " Hier kann ich erst einmal bleiben," dachte Kowalski. Es stand auch ein kleiner Holzofen in dem Raum und ein paar kleine Holzscheite lagen daneben. Er konnte ruhig riskieren Feuer zu machen im Ofen, denn die Kolonie war ganz weit außerhalb der Stadt und zu dieser Jahreszeit wie ausgestorben. Diese Nacht wollte er erst einmal in Ruhe hier schlafen, aber die nächste Nacht wollte er in die Stadt gehen um auf eigene Faust herauszufinden, wer ihn da in diese reingerissen hatte, und wer ihm eins auswischen wollte. Er dachte sich, wenn der Fuchs den wahren Täter nicht schnappt, dann wollte er das selber machen. Kurze Zeit später schlief er, in die Decke eingehüllt, ein.
Das Haus von Kowalski wurde natürlich sofort observiert.
Eine Nach später ging Kowalski durch die Nacht . Sein erstes Ziel war sein eigenes Haus Er konnte sich natürlich denken, dass die Polizei sein Haus beobachten ließen, deshalb blieb er auch im weiten Abstand, aber noch nah genug um alles zu beobachten, stehen. Irgendwie hatte er das Gefühl, das hier noch was lief heute Nacht. Und genau so war es auch. Etwa eine Stunde später ging ein Mann, der nicht wusste, dass Kowalskis Haus von der Polizei beobachtet wurde, auf Kowalskis Haus zu. Er drehte sich verdächtig mehrere Male um und ging dann in das Haus
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hinein. Kowalski hatte den Mann sofort erkannt. Die Polizisten warteten ab. Fünf Minuten später kam der Mann, der vorher eine Plastiktüte in der Hand hatte, ohne Plastiktüte wieder heraus. Schnell ging der Mann wieder in die Dunkelheit hinaus . Kowalski folgte ihm unauffällig. Die Polizisten machten Meldung. Der Fuchs und Dirkes waren wenige Augenblicke später am Haus von Kowalski. " Dann wollen wir einmal sehen, was der Mann in das Haus gebracht hatte," sagte der Fuchs zu Dirkes. Sie suchten eine ganze Weile, bis sie in einer Ecke die Tüte fanden. Sie staunten beide nicht schlecht, als sie eine Waffe fanden. " Lassen sie sofort feststellen, welches Kaliber die Waffe hat und ob vor kurzem daraus geschossen wurde, Herr Wachtmeister," sagte der Fuchs. " Die Antwort will ich am besten schon gestern haben, haben sie mich verstanden?" " Haben sie den Mann erkannt?" fragte der Fuchs den Kollegen " Ich habe ihn genau erkannt," sagte der Wachtmeister Er teilte dem Fuchs den Namen mit und der staunte nicht schlecht.
" Patrik, mir kommt da ein schlimmer Verdacht. Ich glaube wir haben ganz schön im dunkeln getappt " Etwas später stellte sich heraus, dass die Waffe die war, mit der Müller getötet werden war. " Patrik, leuchtet es bei dir auch auf?" " Ich verstehe gar nichts mehr, Wolfgang." " Ich war so ein Hornochse, Patrik. Die Waffe sollten wir bei Kowalski finden und als endgültigen Beweis für seine Schuld sicherstellen. Dieser andere Mann hat mit Sicherheit auch die anderen Beweise, sprich Munition für diese Waffe und auch den Draht in Kowalskis Wohnung gebracht. Er wollte uns auf eine falsche Fährte locken, und ich Idiot bin auch noch anfängerhaft darauf hereingefallen. Wir müssen schnell hinterher, sonst entwischt er uns noch." Gott sei Dank war gleich eine Streife hinter diesem Mann hergefahren.
Die Polizei konnte den Mann nach kurzer Zeit stellen. Doch der war nicht mehr alleine. Kowalski war bei ihm. Er hielt dem Mann ein Messer an die Kehle. " Was wolltest du Schwein in meiner Wohnung? Los sag schon, sonst kannst du bald gar nichts mehr sagen." Der Fuchs kam dazu und beschwörte Kowalski." Kowalski machen sie kein Quatsch. Lassen sie den Mann los. Wir wissen, dass sie unschuldig sind. Wir hjaben die Beweise, dass der Sektenführer Dola , mit bürgerlichem Namen Uwe Lange, der Mörder von Müller und von Hans -Peter Niehaus ist. Sie brauchen ihn nur los lassen und meine Kollegen werden ihn festnehmen. " Du Schwein, wegen dir wäre ich beinahe im Knast gelandet," schrie Kowalski Dola an. Ich würde dich am liebsten abmurksen, aber du bist es einfach nicht Wert, wegen eines Mordes an dich in den Knast zu gehen." Sprach es und schubste ihn auf die Strasse, wo Lange krachend auf die Erde fiel. Sofort waren zwei Polizeibeamte bei ihm, überwältigten ihn und legten ihm Handschellen an.
" Wenn ich nicht aus dem Krankenhaus geflohen wäre, hättet ihr nie mein Haus bewachen lassen und ihr hättet nie herausgefunden, dass er mir alles nur in die Schuhe schieben wollte," sagte Kowalski zu dem Fuchs." Ich muss mich bei ihnen entschuldigen Kowalski Es ist mir noch nie passiert, dass ich so blind war bei einem Fall. Ich habe meinem Namen " der Fuchs" keine große Ehre gemacht. Es wird Zeit, dass ich in Rente gehe." " Ich verzeihe ihnen Schrader, " sagte Kowalski. Auch einem alten Fuchs kann einmal die Schläue ausgehen. Jeder macht mal Fehler. Aber den Titel" der Fuchs" werden sie wohl trotzdem für immer behalten. Ich kennen sie schon so lange, und bei ihren anderen Fällen waren sie so schlau wie ein junger Fuchs. Jetzt ist der Fuchs halt in die Jahre gekommen. Sie haben sich ihre Rente redlich verdient. "
Später auf dem Präsidium gab Uwe Lange, genannt Dola, alles zu. Auch, dass er Kowalski beseitigen wollte.
Und damit endet die Geschichte des Hauptkommissaren Wolfgang Schrader, genannt " der Fuchs". Patrik Dirkes wurde sein Nachfolger.
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