Montag, 10. November 2014

Tierauffangstation "Löwenherz"; Südafrika Teil 2








 1         Tierauffangstation „ Löwenherz“; Südafrika Teil 2

Lina, Tochter von Thomas und Anke Baum spielte mit Lala dem jüngsten Elefantenkind. Lala kam hier auf dieser Auffangstation, die sich „Löwenherz“ nennt, auf die Welt. Es war Dr. Thomas Baum, der Talina, der Elefantenmutter bei der Geburt von Lala half. Auch Lina wurde hier geboren in Pietersburg auf der „Löwenherz“ in Südafrika. Anke war damals schwanger mit Lina, als sie von Hannover nach Pietersburg zu Thomas, ihrer großen Liebe zog, und sie ihn gleich danach heiratete.
Eigentlich wollte Anke nie nach Afrika, aber weil Afrika immer Thomas großer Traum war und noch ist, gab sie sich einen Ruck. Die Liebe hatte die beiden wieder zusammen geführt, nachdem Thomas erst alleine nach Afrika gegangen war. Aber jetzt war alles wieder gut. Ankes Mutter zog auch mit nach Afrika. Während Thomas und Anke  in der Woche ihrer Arbeit nachgehen passt Victoria Bach, die Mutter von Anke, auf Lina auf.
Für Thomas ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Nur Anke hat noch Schwierigkeiten sich an Land und Leute zu gewöhnen. Sie möchte sich gerne wohl fühlen, aber sie ist nicht so richtig glücklich hier. Niemand weiß davon, denn sie hat es noch keiner Menschenseele gesagt, noch nicht einmal Thomas. Aber in so manchen Momenten, wenn sie alleine war auf „Löwenherz“ weinte sie heimlich ein paar Tränen.
Aber um nicht immer an zu Hause denken zu müssen stürzte sie sich oft und viel in die Arbeit. Ihre Mutter wohnt ja auch in Pietersburg auf „ Löwenherz“ aber das ist es auch nicht, warum Anke Heimweh hat. Es ist die Art und Weise wie die Menschen in Deutschland miteinander umgehen, es sind die Freunde, die Arbeitskollegen die ihr fehlen. Einfach die deutsche Mentalität. Thomas fehlt das alles nicht. Er wollte schon lange in Afrika leben und arbeiten. Anke liebte Thomas so sehr, dass sie seinetwegen und vor allem weil sie immer mit ihm zusammen sein wollte, nach Afrika zog. Aber sie hat sich nie danach gefragt, was sie selber eigentlich wollte. Sie wusste nur sie wollte Thomas, aber am liebsten in Deutschland und nicht in Afrika. Sie traute sich aber nicht, dass Thomas zu sagen. Wenn Thomas das nur ahnen würde, was jeden Tag in Anke vorging, er würde handeln. Aber wie.
Aber diese Frage stellte sich ja nicht für Thomas, weil Anke es niemanden erzählen wird.
Anke ging zu den Löwen und sie machte ihre Arbeit. Meistens kümmerte sie sich um die Tiere, die auf der „Löwenherz“ betreut wurden. Thomas war mehr für das Einfangen zuständig. Er fuhr also öfter mit den Tierfängern in den Weltbekannten Krüger Nationalpark.
Von dort brachten sie die ganzen Tiere, die sie dort fingen, in die „Löwenherz“. Meistens waren es Löwen, die sie einfingen.





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 Aber sie hatten auch Zebras, Elefanten oder Nashörner.Viele Arten von Tieren hatten sie auf der „ Löwenherz“. Es war fast alles vertreten. Anke hatte genug zu tun die Tiere gesund zu halten. Immer kamen neue Tiere in die Station. Die mussten alle untersucht werden. Wenn einmal Tiere zum Flughafen gebracht wurden dann kümmerte sich Thomas darum. Und von dort wurden die Tiere weltweit mit dem Flugzeug zu den Zoos gebracht. Es war eine schwere und stressige Arbeit, die Thomas und die Tierfänger hatten. Seit Anke hier nun schon arbeitete konnten sie viel mehr Tiere wie früher verschicken. Das Geschäft brummte richtig. Renate, die Sekretärin, sie sprach immer mit den Zoodirektoren in aller Welt, hatte auch viel mehr zu tun als die Jahre vorher. Es mussten auch noch ein paar Tierpfleger mehr eingestellt werden. Helmut Laube, der Cheftierpfleger und auch Sammy mussten beide richtig arbeiten. Wenn man da noch an früher dachte, als Sammy noch mit Lala den ganzen Tag spielte, dass gab es Heute nicht mehr. Sammy musste richtig ranklotzen. Es war eine schnelle hektische Zeit geworden auf der „ Löwenherz.“ Auch für Luisa war mehr zu tun. Sie musste jeden Tag kochen für die Leute auf der Station. Alleine schaffte sie das längst nicht mehr. Schließlich war sie auch schon 61 Jahre alt und dann noch ihr Diabetes. Aber den hatte sie gut im Griff. Gott sei Dank hat sie eine Menge abgenommen und hält ihr Gewicht auch schon eine lange Zeit.
Zwei jüngere Frauen halfen ihr beim Kochen und was sonst noch so an Arbeit in der Küche war. Victoria Bach, Ankes Mutter kümmerte sich tagsüber um die kleine Lina. Aber jede freie Minute verbrachte Anke mit ihrer jungen Tochter. Und nachts, wenn sie schrie musste Anke immer wickeln oder in den Schlaf wiegen oder singen. Stillen braucht sie nicht, oder besser schafft sie zeitlich nicht. Durch den Beruf, sie ist als Tierärztin sehr stark eingespannt auf der „ Löwenherz“, kommt sie nicht dazu Lina zu stillen. Lina bekommt Milch aus der Flasche.
Aber die bekommt ihr auch sehr gut.
Thomas half Anke wo er konnte. Jede freie Minute kümmerte auch er sich um seine Tochter. Nur hatte er nicht so viel freie Zeit wie Anke. Er kümmerte sich um das Fangen und um den Transport der Tiere. Damit hatte er genug zu tun. Er wünschte sich er hätte mehr Zeit für seine Familie. Anke fand das auch so. Sie sagte: „ Thomas, eigentlich hatte ich mir das ganze etwas anders vorgestellt. Du bist ja kaum zu Hause und wenn dann bist du so kaputt, das du oft einschläfst oder auf dem Sofa liegst. Irgendetwas muss sich ändern.“ „ Aber Anke. Das mache ich doch für uns, das Arbeiten. Und mit Lina beschäftige ich mich auch, wenn ich Zeit habe.“
 





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 „ Ja, wenn du mal Zeit hast. Und was ist mit uns, Thomas. Wir haben gar keine Zeit mehr für uns.“ „ Ja hier ist eben viel zu tun auf der „Löwenherz“. „Aber ich bin doch extra nach Afrika gezogen um mehr Zeit mit dir zu verbringen. Und jetzt sehe ich dich kaum. Nur abends eine Stunde vielleicht. Dann bist du müde. So kann das auf keinen Fall weitergehen, Thomas.“ „ O.K. Anke. Vielleicht hast du Recht. Ich werde versuchen etwas zu ändern. Wenn es dir so wichtig ist, dann werde ich versuchen etwas zu ändern.“
Thomas dachte den ganzen Tag darüber nach was Anke gesagt hatte. Und er konnte eine die gewisse Unzufriedenheit bei Anke feststellen. Ging es ihr jetzt schon um die Ehe. Die beiden haben erst geheiratet. Thomas glaubte ja. Er musste etwas ändern, damit Anke auch wieder zufriedener  war. Am Ende seines Arbeitstages beschloss er gleich am nächsten Morgen zu Renate, der Sekretärin der „ Löwenherz“ zu gehen, um mit ihr zu sprechen.
„ Guten Morgen, Renate. Kann ich mal mit ihnen sprechen.“ „ Aber klar doch. Was gibt es denn?“ „ Ja, Renate. Ich wollte fragen ob ich weniger Stunden machen kann am Tag. Liegt das drin?“ „ Ist es ihnen zu viel geworden in letzter Zeit die Arbeit?“ „ Nein darum geht es nicht. Ich habe private Gründe. Ich möchte mehr mit meiner jungen Familie verbringen. Es ginge ja auch nur um ½ Stunde, oder wenn es geht, eine Stunde weniger am Tag.“ „ Ja ich weiß nicht so recht. Von mir aus gerne, aber das kann ich nicht alleine entscheiden. Das muss ich mit dem Cheftierfänger Frank und dem Chef der Tierpfleger Helmut Laube besprechen. Verstehst du. Ich könnte jetzt sagen mach eine ½ Stunde weniger. Dann sagen Frank und Helmut, wie konntest du das machen, Renate. Wir wissen nicht wie wir unsere Arbeit schaffen sollen und du sagst einfach….“ „ Ich weiß, sagte Thomas. Aber würden sie mit Frank und Helmut darüber sprechen?“ „ Ja natürlich, Thomas. Das mache ich noch heute.“ „ Danke schön, Renate. Und sagen sie mir dann auch sofort bescheid?“ „Das mache ich.“ Thomas ging aus dem Büro zu seiner Arbeit. Er hoffte, dass Frank und Helmut Einsichtig waren.
Renate rief die beiden Chefs zu sich ins Büro. „ Es ist folgendes. Thomas kam zu mir und hat nachgefragt, ob er jeden Tag ½ bis 1Std. weniger arbeiten könnte. Er nannte private Gründe. Er wollte mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Was sagt ihr dazu?“ Frank sagte darauf: „ Wir wollen alle ganz gerne mehr Zeit mit unseren Familien verbringen. Aber es ist nun mal ein Full Time Job hier auf der „ Löwenherz“. Wenn wir Thomas mehr freie Stunden geben, dann müssten wir den anderen das auch zugestehen. Das geht doch nicht. Oder was sagst du dazu Helmut?“






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„ Ich weiß nicht so genau. Ich bin Junggeselle. Aber das hört sich für mich richtig an was du sagst. Wenn du dem Thomas mehr freie Stunden am Tag gibst, dann wollen die anderen auf einmal auch weniger Stunden machen, um mehr Freizeit oder mehr Zeit mit ihren Familien
zu verbringen.“ „ Ihr habt schon Recht, ihr beiden, sagte Renate. Aber ich glaube dass Anke der Grund ist. Sie hat sich noch nicht richtig eingelebt bei uns und ich könnte mir vorstellen dass Thomas wirklich nicht viel Zeit mit seiner Familie verbringen kann. Und dass stört Anke. Ich glaube wirklich dass Anke sich nicht wohl fühlt auf der „Löwenherz.“ Was könnten wir da machen, Frank und Helmut?“ „ Thomas ist wirklich ein guter Tierarzt und Anke ist auch eine gute Tierärztin. Wenn wir die beiden deswegen verlieren sollten, das wäre nicht gut, “ meinte Helmut. „ Ja da hast du Recht, Helmut, aber trotzdem können wir ihm nicht mehr Freizeit gewähren. Das wäre unfair den anderen gegenüber, und allen mehr Freizeit geben, das geht nicht. Die Arbeit muss weiterlaufen, “ sagte Frank. „ Das heißt also, dass ich Thomas sagen muss, dass es nicht geht. Das die Arbeitzeiten für ihn so bleiben müssen.“ „ Ja, genau,“ sagte Frank wie auch Helmut.
Als Thomas später in das Büro kam, ging er eigentlich von einer positiven Entscheidung aus. Um so überraschter war er als Renate ihm sagte, das sie es nicht genehmigt gekriegt hatte, dass er weniger Stunden arbeiten wollte. „ Es tut mir leid, “ sagte Renate. „ Wie bringe ich dass Anke nur bei?“ Wollte Thomas hier bleiben? Auf der „Löwenherz“. Oder dachte er an seine junge Familie. „ Danke, das sie sich darum gekümmert haben, Anke. Da kann man wohl nichts machen.“ Traurig verließ er das Büro. Und Renate fühlte mit ihm mit.
Thomas ging erst einmal zu Luisa und er wollte ihr sein Herz ausschütten. „ Luisa was mache ich bloß?“ Er erklärte ihr die Lage. „ Thomas da musst du jetzt durch. Vor allem musst du mit Anke sprechen. Und du musst bei der Wahrheit bleiben. Sprich mit Anke in Ruhe. Das wird das Beste sein.“
Als Thomas nach Hause kam sagte er zu Anke: „ Anke hast du einmal Zeit. Ich wollte in Ruhe mit dir sprechen.“ „ Hast du dir was einfallen lassen, wie wir mehr zeit zusammen verbringen können?“ „ Ja das habe ich. Ich habe Renate gefragt ob ich weniger Stunden machen kann.“ „ Und kannst du?“ „ Leider nein.“ „ Das war mir klar. Wenn du weniger Stunden haben wolltest, wollen die anderen das auch. Das geht nicht.“ „ Also siehst du ein dass es nicht geht?“ Anke. „ Ja das sehe ich ein. Aber wir trotzdem nicht mehr Zeit für uns. Unsere Familie, Thomas. Dann hätte ich gleich in Deutschland bleiben können, wenn ich dich so selten sehe.“






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„ Anke es tut mir Leid. Aber kannst du dich denn gar nicht an Afrika gewöhnen?“ „ Doch das könnte ich vielleicht, aber ich brauche dich Thomas. Wir brauchen dich. Aber es ist den ganzen Tag niemand da. Und du arbeitest zu viel, dass ist auch für deine Gesundheit nicht gut.“ „ Aber ich arbeite gerne und ich arbeite hier auf der „Löwenherz“ gerne.“ „ Aber Thomas, das Leben besteht nicht nur aus Arbeiten, du hast auch eine Frau und ein Kind. Willst du das aufs Spiel setzen.“ „ Liebst du mich nicht mehr Anke?“ „ Doch Thomas. Aber ich möchte mehr Zeit mit dir. So gut gefällt es mir auch nicht in Afrika.“ „ Ich werde mir etwas einfallen lassen, Anke. Ich will euch nicht verlieren. Es wird sich was ändern, das verspreche ich dir.“ „ O.K. Thomas. Ich hoffe es.“
Thomas ging nach dem Gespräch noch einmal zu Luisa. Er erzählte ihr, dass es schlecht um seine Ehe stand. Er wusste noch nicht was er tun konnte Aber er hoffte Luisa und er würden einen Einfall haben. Aber im Moment war er sehr traurig und ratlos.
Am nächsten Tag ging Thomas zur Arbeit. Er versuchte noch einmal mit Helmut über weniger Arbeitsstunden zu sprechen und auch mit Frank, aber beide blieben bei ihrer Aussage, dass es nicht möglich sei, dass Thomas weniger Stunden arbeiten konnte.
Anke war jedoch nicht zufrieden damit. Und er wollte aber dass Anke zufrieden und glücklich hier auf „ Löwenherz“ ist. Dann hatte er eine Idee. Urlaub würde er ja wohl kriegen, das hatte schon immer hingehauen. Und Renate gab ihm tatsächlich zwei Tage Urlaub. Mehr konnte er im Moment aber nicht bekommen.
Er hatte also ein Verlängertes Wochenende, was er mit Anke verbringen wollte. Von Donnerstag bis Sonntag hatte er also frei. Vielleicht konnten sie ja noch mal reden, oder einfach ein bisschen Zeit mit einander verbringen.
Anke´s Mutter wollte auf die kleine Lina aufpassen, damit Thomas und Anke mehr Zeit miteinander verbringen konnten. Die beiden wollten in London Urlaub machen. Nach England wollte Anke schon immer mal fliegen. Thomas wusste dass und deswegen hatte er einen Wochenendurlaub in London gebucht. Sie fuhren nach Johannesburg zum Flughafen und stiegen in den Flieger. Anke freute sich auf London. So wurde auch einmal ein Traum von Anke in Erfüllung gehen. Thomas hatte sein Afrika, aber er freute sich auch auf London
As sie auf dem Flughafen in der Hauptstadt von Großbritannien ankamen war es am regnen. Sie bestellten sich ein Taxi und fuhren ins Hotel, dass in der Nähe des Piccadilly Circus liegt.
Als sie ihr Quartier, sprich Hotelzimmer, bezogen hatten gingen sie auf Sightseeing Tour durch London.







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Mit einem von dem berühmtern Doppeldecker Bussen fuhren sie durch London. Sie saßen ganz oben drinnen und hatten eine wunderbare Aussicht. Sie waren eine gute Stunde unterwegs gewesen. Sie stiegen dann in der Nähe ihres Hotels wieder aus dem Bus aus.
Sie hatten schon sehr viel gesehen von London mit dem Bus und Anke fand es hier noch schöner als sie es sich  vorgestellt hatte. Es war Sommer und es regnete nicht, wenn es morgen auch trocken blieb, wollten sie einen Stadtbummel machen.
Am nächsten Morgen gingen sie sofort nach dem Frühstück von ihrem Hotel aus in die Stadt. Erst gingen sie zu Fuß durch die Stadt und guckten sich die vielen Geschäfte in London an. Ganz in der Nähe des Piccadilly Circus war auch der Buckingham Palace, wo die königliche Familie lebte. Es war ein durchaus beeindruckendes Gebäude, aber an einem gewöhnlichen Wochentag konnte man natürlich die Queen oder andere von der Familie nicht sehen. Was man sah, waren die Wachsoldaten, die in ihren Wachhäuschen, die vor dem Tor des Buckingham Palace aufpassten, dass niemand auf das Grundstück kam. Die Wachsoldaten standen in ihren kleinen Wachhäuschen so still und starr, fast konnte man denken
Die standen nur Figuren und keine richtigen Menschen. Was sich bei diesen Aufpassern bewegte war einzig und alleine ihre Augenlieder und Wimpern.
Sie warteten einen Moment, denn sie wollten warten bis die Wachablösung kam. Das wollten sie sich angucken. Und tatsächlich zur vollen Stunde kamen zwei Wachablösende Soldaten und plötzlich bewegten sich auch die anderen Zwei. Wo vorher noch unbewegliche Soldaten zu seinen schienen, kam jetzt Leben in die Männer. Sie bewegten ihre Bajonette nach oben und wieder nach unten grüßten damit die anderen Soldaten und verabschiedeten sich damit. Dann standen die beiden neuen Soldaten so still und starr wie ihre Vorgänger und so würde es bleiben, bis zur nächsten Wachablösung. Thomas und Anke gingen weiter. Hier würde die nächste Zeit auch nichts passieren. Sie gingen am Buckingham Palace entlang auf dem Bürgersteig, der hier besonders groß zu sein schien. Sie gingen Richtung Piccadilly Circus und wollten dann mit der Underground fahren. Hier oben und auch unten in der U- Bahn waren sehr viele Menschen unterwegs,  die beiden gingen Hand in Hand, damit sie sich nicht verlieren konnten. Denn bei dem Gewimmel von Menschen konnte man sich schnell aus den Augen verlieren. Aber bei den Beiden ging alles glatt. Sie fuhren bis zu einer Haltestelle die in der Nähe vom Wachsfigurenkabinett „ Madame Toussaud“ war. Sie gingen von der Underground bis zum Wachsfigurenkabinett per pedes. Hier waren auch wieder sehr viele Menschen.







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Die Beiden kauften sich eine Eintrittskarte für dieses Kabinett. Sie bestaunten die vielen Figuren  im Kabinett von der Künstlerin. Wie Lebensecht sahen die Figuren aus. Ganz toll zu recht gemacht und alles aus Wachs. Als sie dann genug gesehen hatten fuhren sie weiter bis zur Westminster Abbey. Sie besuchten die berühmte Kirche und als sie hinein gingen, bewunderten sie diese Kirche von oben bis unten von hinten nach vorne. Als sie sich satt gesehen hatten fuhren sie erst ein Stück mit der U- Bahn und gingen dann zum Hotel zu Fuß zurück. Als sie wieder im Hotelzimmer waren wollten sie noch ein bisschen reden. Sie setzten sich auf die Couch und sie merkten, dass sie ganz schön erschöpft waren. Anke schlief nach kurzer Zeit schon auf dem Sofa ein. Thomas nahm sie sanft hoch und trug sie in das Schlafzimmer und legte sie vorsichtig aufs Bett. Sie schlief durch bis zum nächsten Morgen  und wachte dann mit ihren gesamten Sachen am Körper wieder auf. Thomas schlief noch. Heute wollten sie den Tower und die Tower Bridge besuchen und sich Big Ben anschauen.
Als Thomas erwachte küsste seine Anke ihn erst einmal auf den Mund und sagte freundlich. „ Guten Morgen, Thomas. Hast du gut geschlafen? Danke, dass du mich ins bett getragen hast.“
„ Das ist doch selbstverständlich, “ sagte Thomas. Zuerst wollten sie frühstücken und dann zum Tower und der Tower Bridge gehen. Es war ein nebliger Morgen. Der Nebel war über der Themse am dichtesten. Als Thomas und Anke auf der Brücke, auf der Tower Bridge
standen, sahen sie kaum etwas, so dicht war der Nebel. Sie versuchten von der Brücke aus, auf das Wasser der Themse zu gucken, aber der Nebel war so dicht, dass sie nicht die Wasseroberfläche sehen konnten. Aber ein Schiff, das gerade unter der Brücke herfuhr, konnten sie erst hören und dann auch sehen. Es war ein ziemlich großes Schiff und sie konnten direkt auf das Deck gucken. Es waren einige Passagiere an Bord. Die beiden winkten aber niemand konnte sie bei dem dichten Nebel sehen. Sie riefen von der Brücke aus. „Hallo.“
Und tatsächlich hörten sie ein „ Hallo“ zurück. Die beiden mussten lachen. Sie blieben noch ein bisschen auf der Brücke und wie sie dort standen schlug Big Ben zur vollen Stunde. Es war ein faszinierendes Glockenspiel was der gute alte Big Ben so von sich gab. Ein paar Minuten lang spielten die Glocken und Thomas und Anke genossen diese Klänge richtig. So schnell würden sie diese Töne nicht wieder vergessen. Und als sie wieder im Hotel waren um die letzte Nacht zu verbringen in London, waren sie selig und sichtlich berührt von London.
Und die beiden genossen ihre letzte Nacht in London so richtig und verbrachten eine schöne Nacht zusammen in trauter Zweisamkeit.  Und als sie am nächsten Morgen aufwachten waren sie richtig glücklich.






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„ Thomas ich liebe dich, “ sagte Anke. Und auch Thomas sagte ihr: „ Ich werde dich immer lieben.“ „ Aber in Afrika will ich nicht mehr leben, Thomas. Es geht mir nicht immer gut in Afrika. Ich vermisse die Deutsche Mentalität, die deutschen Gewohnheiten und nicht zu vergessen meine Freunde und Arbeitskollegen aus Hannover. Ich vermisse meine Heimat sehr
und ich kann und will mich nicht mehr an Afrika gewöhnen.“ „ Aber warum hast du das denn nie gesagt, Anke.“ „ Ich wollte dich nicht enttäuschen, Thomas, deswegen habe ich nie etwas gesagt.“ „ Aber Anke. Wenn du dich wirklich nicht wohl fühlst in Afrika, dann probieren wir eben wie es ist, wenn du wieder in Deutschland in Hannover bist und ich auf der Löwenherz bin.“ Und Lina und meine Mutter. Die nimmst du, wenn deine Mutter will, wieder mit nach Deutschland und wenn du magst kannst du Lina auch mitnehmen.“ „ Ja gut, wenn es dir nichts ausmacht?“ „ Ich werde euch so oft wie es geht besuchen, Anke. Am besten du ziehst mit deiner Mutter zusammen in eine Wohnung, dann kann sie auch weiterhin auf unsere Tochter aufpassen.“ „ Und das macht dir nichts aus?“ „ Wenn es dir nicht gut geht hier in Afrika, dann probieren wir eben wieder die Fernbeziehung. Dich möchte ich trotzdem nicht verlieren, Anke.“ „ Das tust du auch nicht, Thomas. Wir haben das schon mal geschafft. Unsere Liebe ist groß.“ „ Ja, da hast du Recht. Ich liebe dich Anke.“
Die beiden flogen den Tag noch nach Afrika zurück. Als sie in Pietersburg ankamen war es schon sehr spät. Die beiden gingen in ihr Bett und erst am nächsten Tag berichteten sie den anderen, dass Anke, Ankes Mutter und Lina wieder nach Hannover ziehen werden. Anke musste sich die nächsten Tage um einige organisatorische Dinge kümmern. Sie rief im Zoo an ob sie vielleicht dort in Hannover wieder arbeiten konnte. Und sie hatte Glück, es war eine Stelle frei geworden. Sie musste sich eine neue Wohnung besorgen für drei Personen und musste die Einreise nach Deutschland für sich und ihre Tochter und Mutter beantragen.
Sie mussten noch drei Wochen warten aber dann war die Einreise nach Deutschland genehmigt.
Alle auf der „ Löwenherz“ verabschiedeten sich von den Dreien, schließlich könnte dass ein Abschied für längere Zeit sein. „ Aber, wenn du mal wieder Urlaub hast, Anke, dann kommst du doch zu Besuch?“ fragte Luisa. „ Aber selbstverständlich:“ sagte Anke. „ Aber ich bringe meine beiden Süßen, Lina und meine Mutter, dann wieder mit. Dann komme ich auch sehr gerne wieder, im Urlaub meine ich.“ Luisa war traurig und die anderen Alle auch. Aber man konnte sich ja ab und zu sehen. Thomas und Anke werden so wie so jeden Tag skypen.
Lina wusste noch gar nicht was los war. Sie war noch zu klein.







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Thomas brachte die Drei zum Flughafen nach Johannesburg. Es dauerte auch nicht lange dann ging es auch schon los Richtung Deutschland. Thomas blieb lange am Flughafen stehen und schaute erst dem Flugzeug hinterher und dann in die Wolken. Erschaute sehr lange in die Wolken, Gedanken vertieft, ob er alles richtig gemacht hatte. Aber das wichtigste war, dass es Anke bald wieder besser ging.
Thomas hatte sich schnell wieder in seine Arbeit vertieft. Ihm machte die Arbeit als Tierarzt weiter viel Spaß auf der „ Löwenherz“. Aber je länger der Tag, als dem er die Drei zum Flughafen gebracht hatte, vorbei war und einige Zeit ins Land gezogen war, fehlten ihm plötzlich Anke und Lina sehr. Aber als er von Anke am Telefon immer hörte, dass es ihr wieder besser ging, da wusste er, er hatte alles richtig gemacht. Nun war es so wie im Anfang, als er anfing auf „ Löwenherz“ als er noch alleine war in Pietersburg. Aber dieses mal war es etwas anderes. Er ist nun verheiratet und er hat eine kleine Tochter. Er weiß wie es ist, wenn er alleine ist , und wie es ist, wenn seine Familie bei ihm war. Und er vermisste seine Familie schon sehr. Aber er denkt auch, hoffentlich geht es Anke gut. Er hätte seine Familie schon gerne wieder auf der „ Löwenherz“, aber es musste allen gut gehen hier. Sonst hatte es keinen Zweck. Thomas wollte erst einmal gucken wie es wieder einmal mit einer Fernbeziehung klappte.
Einige Wochen später hatte Thomas sich an die neue Situation wieder gewöhnt und Anke ging es auch besser. Ihnen tat die Fernbeziehung gut, so dass alle zufrieden waren.
Luisa freute sich auch, dass Thomas wieder etwas optimistischer in die Weltgeschichte guckte, und vor allem, dass es Anke auch wieder besser ging. „ Du scheinst genau das richtige gemacht zu haben, Thomas. So konnte es auch nicht weiter gehen. Anke sah man schon an dass sie sich nicht wohl fühlte auf „ Löwenherz“. Und du hast dir zu viel Gedanken gemacht. Jetzt scheint dein Kopf wieder klar, Thomas.“ „ Du könntest Recht haben, Luisa. Wie gut dass du hier bist. Mit dir habe ich mich von Anfang an gut verstanden.“ „ Das brauchst du mir nicht sagen, Thomas. Das weiß ich auch so. Und ich mag dich auch sehr gerne. Ich bin froh, dass du hier geblieben bist. Und wer weiß, vielleicht kommt Anke ja auch eines Tages wieder zurück nach Afrika.“ „ Das wäre schön, Luisa. Aber das glaube ich nicht. Wir werden uns wohl erst mal nur im Urlaub sehen. Und das höchstens 3 bis 4 Mal im Jahr. Aber wenn es Anke und mir reicht und wenn die Liebe trotzdem frisch bleibt, dann ist alle in Ordnung. Und wohl fühlen müssen sich alle. Und Anke fühlt sich nun mal in Deutschland wohl. Das hat sie mir selber gesagt und das habe ich beim skypen gesehen, dass es ihr besser geht.





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Und das ist die Hauptsache. Und mir geht es auch ganz gut hier. Natürlich vermisse ich die Drei, aber wenn es doch nicht anders geht.“ „ Das wird alles so kommen wie Gott es will, “ sagte Luisa. „ Und es wird schon alles gut werden, Thomas. Du musst nur dran glauben.“ „ Das tue ich, Luisa. Auf Gott vertrauen ist immer ein guter Ratgeber.“
Thomas war wieder hoffnungsvoller als noch vor kurzem. Anke hat ja nicht Schluss gemacht mit ihm, sondern sie ist mit ihm zusammen geblieben und versucht alles damit die Ehe hält. Vor allem liebt sie ihn, und er liebt sie. Liebe kennt keine Entfernung. Mag die Strecke auch noch so groß sein zwischen zwei Liebenden, die Liebe kann nichts und niemand trennen, wenn sich die beiden richtig einig sind. Und ist mein Schatz auch am Ende der Welt, die Liebe, die Liebe hält. So lautet das Motto von Thomas und Anke.
Die Arbeit auf der „ Löwenherz“ war weiterhin stressig und hart. Aber Thomas gefiel das richtig gut. Er war gerne im Krüger Nationalpark und fing Tiere mit den Tierfängern ein.
Auch wenn es gefährlich war. Das war gerade das gute daran. Dieser Nervenkitzel, die Gefahr dabei. Das war wie eine Sucht. Das brauchte Thomas und das gefiel ihm so besonders an seiner Arbeit. Er war schon immer ein Draufgänger. Und er liebte die Gefahr.
Die Tierfänger merkten das natürlich und deswegen gefiel ihnen auch die Zusammenarbeit mit Dr. Thomas Baum. Auch die Tierfänger waren so veranlagt wie Thomas. Sonst hätten sie auch wahrscheinlich auch den falschen Beruf. Weil sie liebten auch den Nervenkitzel bei der Arbeit mit den wilden Tieren. Aber hin und wieder wurde auch schon mal ein Arbeiter verletzt. Wie vor kurzem, als sie ein Nashorn einfangen wollten.
Es ging morgens wie immer früh los mit den drei Geländewagen, die sie auf der „ Löwenherz“ hatten. Thomas und die Tierfänger freuten sich schon ein bisschen auf die Nashornjagd. Denn es kam nicht jeden Tag vor, dass sie so ein großes und schweres, kräftiges Tier einfingen. Sie fuhren erst einmal ganz langsam mit den Geländewagen los. Erst mussten sie mal ein paar Nashörner sichten. Sie fuhren weiter und auf einmal, da waren zwei Nashörner gar nicht weit von ihrem Punkt aus zu sehen. Die Fahrer steuerten erst langsam, dann schneller werdend  auf die Nashörner zu. Sie mussten sich für eins entscheiden. Denn nur so konnten sie Erfolg haben. Sie verfolgten ein Nashorn und die Fahrer gaben nun noch mehr Gas bis sie neben dem Nashorn her fuhren. Nun griff das Nashorn an. Es lief auf das Auto von der Seite aus zu und stieß den harten Kopf samt Horn gegen den Wagen. Der Geländewagen ruckelte hin und her. Da ein Tierfänger sich ziemlich weit aus dem offenen Wagen herauslegte, fiel er beim Aufprall von dem Geländewagen hinunter.





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 Und das bei voller Fahrt. Er knallte auf die harte Erde. Der Fahrer hatte es mitgekriegt, dass jemand über Bord war so zu sagen und hielt sofort an. Zwei Kollegen halfen dem jungen Tierfänger wieder in den Wagen. Aber er hatte sich einiges gebrochen. Der Arm schien gebrochen zu sein und auch die Hüfte. Er war am Schreien vor Schmerzen. Kein Wunder bei diesem harten Auf prall. Sie brachen sofort den Einsatz ab. Der junge Afrikaner musste sofort in ein Krankenhaus. Für heute war Feierabend. Der junge Mann würde wahrscheinlich für länger ausfallen beim Fangen der Tiere. Die Gesundheit ging vor. Thomas fuhr wie immer, wenn etwas passierte mit den Tierfängern bei einem Einsatz, mit ins Krankenhaus. Als der Afrikaner medizinisch versorgt war und in einem Krankenzimmer war sagte Thomas zu ihm: „ Gute Besserung“ und werde schnell wieder gesund. Der Verdacht hatte sich bestätigt. Der Arm und auch die Hüfte waren gebrochen. Das war eine harte Diagnose. Thomas fuhr zur „Löwenherz“ und erzählte den anderen was festgestellt wurde bei dem Tierfänger.
Am nächsten Tag fuhren sie wieder in den Nationalpark um ein Nashorn zu fangen und dieses Mal ging alles glatt. Sie brachten das Tier zur „Löwenherz“ Und wenige Tage später flog es schon mit einem Flugzeugtransport in einen Zoo in Europa. Dort würde es für den Rest ihres Nashornlebens wahrscheinlich bleiben, in dem Zoo.
Aber hauptsächlich verkaufte die „ Löwenherz“ natürlich weiter Löwen. Und das nicht wenige. Sie haben in einem Monat 14 Löwen verkauft. Meist an Zoos in Europa. Europas Zoos waren die Hauptabnehmer von Löwen aus der „ Löwenherz“. Das Geschäft ging ganz gut. Alle, die auf der Station arbeiteten konnten zufrieden sein.
Als der Afrikaner im Krankenhaus wieder entlassen wurde, war er wieder ganz gesund. Sie hatten ihn lieber etwas länger im Krankenhaus behalten, damit seine Hüft wieder richtig anwachsen konnte. Er konnte nun wieder mit auf Tierfang gehen. Das heißt erst einmal hatte er Urlaub, weil Thomas nach Deutschland wollte und seine junge Familie besuchen wollte. 4 Monate hatte er sie nicht mehr gesehen, seine Anke. Und er war gespannt wie es seiner Tochter Lina ging und seiner Schwiegermutter ging. Wie immer verabschiedete sich Thomas von Allen auf „ Löwenherz“. Luisa sagte noch: „ Komm gut und gesund wieder, Thomas. Und grüß deine Lieben schön.“
Thomas saß mal wieder im Flugzeug. Früher war er kaum geflogen und heute drei vier mal im Jahr. Aber ihm machte das nichts aus. Er landete Abends in Hannover und er staunte nicht schlecht als alle drei Mädels ihn vom Flughafen abholten. Anke, Lina und seine Schwiegermutter. Mensch war dass eine Freude.






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Sie lagen sich alle vier in den Armen und es flossen auch ein paar Tränen, auch bei Thomas.
Es war ein schönes Gefühl seine Familie wieder einmal in den Armen zu halten. Gleich danach küsste er seine Anke. Dieser Kuss war so innig als ob sie die ganze Zeit, die sie getrennt waren, auf einmal aufholen wollten. Sie konnten sich kaum trennen voneinander, so dass die Schwiegermutter sagte: „Hallo, Thomas ich bin auch noch da“. Und sie lachte dabei. Und Anke und Thomas auch. „ Schwiegermama, entschuldige.“ Er nahm sie in den Arm und drückte sie fest an sich. „ Ich kann euch aber gut verstehen, “ sagte Victoria Bach. Als er sie wieder losließ ging Thomas auf Anke zu die Lina auf ihren Arm genommen hatte. „Hallo, Lina, mein Schatz, “sagte Thomas und nahm Lina nun auf seinen Arm und küsste sie auf die Wange. „ Du bist ja ein großes Mädchen geworden. Ich habe dich vermisst, Lina.“ Und Lina guckte ihren Vater so an, als wollte sie sagen: „ ich dich auch, Papa.“ Aber Lina konnte noch nicht sprechen. Die Familie Baum und Victoria Bach verließen dann auch bald den Flughafen in Hannover. Als Anke mit dem Wagen los fuhr sagte Thomas: „ Ich bin vielleicht gespannt auf eure Wohnung.“ Anke sagte: „ Ich hoffe sie gefällt dir. Wir haben lange gesucht.“
Als Thomas in die Wohnung kam staunte er nicht schlecht. Das Kinderzimmer fand er besonders gut eingerichtet. „ Lina, da hat Mama dir ein schönes Zimmer gegeben und hat es schön eingerichtet. Hier fühlst du dich bestimmt wohl drin in diesem Zimmer.“ „ Ich glaube das tut sie, hoffe ich jedenfalls.“ Als Anke Lina ins Bett gelegt hatte, waren Anke und Thomas alleine, weil die Schwiegermutter sich leise aus dem Staub gemacht hatte, damit die Beiden alleine waren. Sie kamen sich sofort näher, zu lange hatten sie sich nicht gesehen. Die nächsten zwei Stunden verbrachten Thomas und Anke alleine und sie waren richtig glücklich.
Etwas später saßen alle am Küchentisch und tranken Kaffee und aßen Kuchen zusammen.
Sie hatten sich alle viel zu erzählen und auch Lina quietschte das eine oder andere Mal auf, als wenn sie sagen wollte: Toll, Papa das du da bist. Die beiden Eheleute waren für eine kurze Zeit richtig glücklich. „ Und wie geht es dir, Schwiegermama.“ „ Sehr gut. Tagsüber kümmere ich mich um Lina und abends kommt Anke von der Arbeit nach Hause. Es tut richtig gut. Es ist als wenn man wieder eine kleine Familie hat. Den ganzen Tag habe ich eine Aufgabe und ich freue mich darüber. Es ist einfach großartig.“ „ Aber wenn es dir zu viel wird, sagst du Anke früh genug bescheid, Mama. Versprochen.“ „ Ja, versprochen.“
Thomas und Anke wollten heute Abend ins Kino gehen. Die beiden waren schon ewig nicht mehr im Kino. Und Victoria hatte versprochen auf Lina auf zu passen. Anke Und Thomas freuten sich schon auf den Kinoabend.






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Nachdem sie sich von Lina und Victoria verabschiedet hatten, gingen sie zu Fuß in die Stadt
Richtung Kino. Um 20:15 Uhr sollte der Film losgehen. Die beiden waren schon eine halbe Stunde vor dem Film im Kino. Sie kauften sich Popcorn und zwei Flaschen Cola. „ Weißt du wann wir das letzte Mal im Kino waren, Anke?“ „ Ich kann mich auch nicht richtig erinnern. Es ist auf alle Fälle schon sehr lange her.“ „ Komm wir gehen schon rein, damit wir noch einen guten Platz kriegen, Anke.“ Die beiden saßen früher immer gerne in der letzten Reihe und sie fanden auch noch zwei Plätze dort. Der Film war sehr gut fanden beide. Es war eine Actionkomödie. Sie konnten auch lachen dabei. Der Film war echt witzig gemacht.
Als der Film zu Ende war, war es auch schon 22 Uhr. Als sie aus dem Kino kamen konnten sie erst nichts sehen, aber dann gewöhnten sich ihre Augen wieder an die Lichtverhältnisse. Sie gingen schlendernd durch die Stadt und bummelten ein wenig. Ab und zu guckten sie sich Schaufenster an. Als sie nach Hause kamen war Lina aber auch Victoria schon am Schlafen.
Thomas und Anke gingen auch ins Bett und schliefen auch bald ein.
Thomas verbrachte die nächsten Tage viel mit seiner kleinen Familie. Sie gingen gar nicht viel aus oder so, er hatte ja alles zu Hause. Er half Anke bei der Hausarbeit und am liebsten kümmerte er sich um seine kleine Tochter Lina.
Die paar Tage Urlaub, die er hatte, gingen sehr schnell vorbei und deshalb kam der Tag, als er wieder einmal auf Wiedersehen sagen musste, ganz schnell herbei.
Und als sie am Flughafen standen flossen ein paar Tränen. Thomas winkte noch einmal seiner Familie zu und stieg dann in den Flieger nach Johannesburg. Als er in dem Flieger saß war er ein wenig glücklich, dass er eine Familie hat, aber leider war seine Familie viel zu weit weg.
Aber hier in Afrika fühlte er sich wohl, hier hat er seine Arbeit und ihm gefällt dieses faszinierende Land. Er kann sich einfach nicht vorstellen wieder nach Deutschland zu gehen, auch wenn seine Familie dort wohnt. Ihm gefällt es hier so gut, dass er sich vorstellen kann den Rest des Lebens hier zu verbringen. Und Anke geht es jetzt auch wieder besser, seitdem sie in Deutschland wieder wohnt. Heutzutage ist man mit dem Flugzeug so schnell bis am Ende der Welt angelangt, dass die beiden sich zwei drei Mal im Jahr sehen können. Und da beide mit der Situation, so wie es ist zufrieden sind, ist das auch in Ordnung.
Eine Fernbeziehung, wie man so schön sagt. Und es funktionierte. Thomas ging seiner Arbeit nach, hier auf der „ Löwenherz“ und Anke war im Hannoveraner Zoo am Arbeiten. Und tagsüber kümmerte sich Oma Victoria um die kleine Lina.
So war alles gut für alle. 





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Als Thomas wieder auf der „Löwenherz“ ankam hörte er dass Luisa wieder im Krankenhaus war. Sie hatte einen Herzinfarkt. Gott sei Dank war sie schnell genug in das Krankenhaus gekommen, so dass man ihr noch helfen konnte. Aber wie Thomas etwas später erfahren musste, würde sie noch operiert werden. Sie müsse drei Bypässe bekommen. Ihre großen Adern zum Herzen hin waren doch ganz schön verkalkt. Thomas besuchte sie jeden Tag im Krankenhaus. Nach der OP, die gut verlaufen sein soll, laut der Ärzte, hatte sie noch ganz schöne Schmerzen. „ Du hast mich ganz erschreckt, Luisa., als ich wieder in Afrika war und hörte dass du einen Herzinfarkt hattest. Aber jetzt hast du alles hinter dir. Wenn die Schmerzen erst einmal nachlassen, wird es dir bald besser gehen. Ich bin froh, das dir früh genug geholfen werden konnte.“ „ Thomas, es ist schön, dass du mich besuchst. Aber wie soll es denn jetzt weiter gehen mit mir; Thomas.“ „ Du wirst jetzt erst einmal ein bisschen kürzer treten, Luisa. Ich werde mich um dich kümmern, Luisa. Ich werde dir unter die Arme greifen, ich helfe dir wo ich kann.“ „ Aber du musst doch so viel und hart arbeiten, Thomas.“ „ Deine Gesundheit geht jetzt erst einmal vor. Und wenn es dir dann  wieder besser geht, dann kannst du so langsam wieder arbeiten. Aber erst , wenn die Ärzte grünes Licht geben.“ „ Ach, Thomas, wenn ich dich nicht hätte.“ Thomas fuhr zur „ Löwenherz“ zurück und räumte in Luisas Wohnung ein bisschen  auf. Neben seiner Arbeit besuchte er sie jeden Tag weiter im Krankenhaus. Sie musste sich jetzt etwas schonen. Und deshalb wollte Thomas sie ein bisschen entlasten. Als Luisa aus dem Krankenhaus wieder entlassen wurde holte Thomas sie wie selbstverständlich ab und fuhr sie zur „ Löwenherz“. Die Freude war groß, als Luisa und Thomas auf der „ Löwenherz“ ankamen. „ Ich habe unseren Sonnenschein wieder nach Hause gebracht, sagte Thomas mit einem Lachen.“ Und alle freuten sich dass es Luisa schon besser ging. Thomas brachte sie in ihre Wohnung, sie sollte noch ein paar Tage sich ausruhen, hat 
der Arzt gesagt.
Thomas ging immer, wenn er ein bisschen Zeit hatte, zu Luisa und schaute nach ihr. Thomas hatte Anke bereits erzählt, dass Luisa einen Herzinfarkt hatte. Und Anke fand es richtig gut, dass Thomas sich so viel um Luisa kümmerte. Obwohl er so viel Stress mit der Arbeit auf der „Löwenherz“ hatte, fand er immer etwas Zeit für Luisa. Und es dauerte nicht lange da war Luisa wieder besser drauf. Und eines Abends stand sie das erste Mal auf. Und ein paar Tage später kochte sie schon wieder für die anderen und ging mit ihrem Hund spazieren. Sie hatte einen Apfelkuchen gebacken für Thomas, den aß er so gerne. Und er lud Luisa zum Kaffee trinken ein, und beide tranken ein paar Tassen Kaffee und aßen den leckeren Apfelkuchen von Luisa.







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„ Was macht Anke? Fragte Luisa. „ Ihr geht es, seit sie wieder in Deutschland lebt, viel besser. Wir sehen uns zwar nicht so oft, aber wir lieben uns, und das ist wichtig.“ „ Und was macht deine kleine Tochter, Thomas.“ „ Das ist mein ganzer Stolz, meine Tochter. Sie entwickelt sich sehr gut. Vielleicht kommt Anke mit samt ihrer Mutter und Lina demnächst im Urlaub nach uns auf die Löwenherz.“ „ Das wäre schön, Thomas. Das würde mich sehr freuen.“
Anke konnte aber erst einmal nicht so schnell kommen. Ihre Mutter ist nämlich krank geworden. Victoria hatte es schwer erwischt. Magenkrebs. Sie wollten den Krebs wegoperieren, aber es war zu spät. Der Krebs war schon zu groß geworden. Sie hatte nur noch ein paar Monate zu leben. Sofort kündigte Anke im Zoo um ihre Mutter zu pflegen. Victoria konnte auch schon nichts mehr essen und sie musste künstlich, über eine Magensonde, ernährt werden. Thomas machte sich sehr viel Sorgen um seine Schwiegermutter. Anke sagte ihm: „ Ich sage dir  Bescheid, wenn es schlimmer wird mit Mama. Dann kannst du vielleicht Urlaub bekommen und nach Deutschland fliegen, damit du mit Mama noch mal sprechen  kannst, bevor sie von uns geht.“ „ Anke, mein Arbeitgeber weiß hier was los ist. Wenn es so weit ist, dann kriege ich sofort Urlaub.“
Thomas und Anke hatten sich nun ein halbes Jahr nicht mehr gesehen. Victoria ging es wirklich nicht gut. Thomas rechnete jeden Tag damit, dass er einen Anruf aus Deutschland von Anke bekam. Thomas arbeitete viel, er kümmerte sich um Luisa auf der „ Löwenherz“ und er machte sich viele Gedanken um Victoria. Er ist sehr nachdenklich geworden in letzter Zeit. Aber bei seiner Arbeit war und musste er immer hoch konzentriert sein, sonst würde es nicht gehen. Die „ Löwenherz“ hatten große Anfragen von den Zoos aus Europa und den USA nach Löwen. Sie bekamen sehr viele Aufträge Löwen zu fangen. Die Löwen aus Pietersburg in Südafrika, waren und sind sehr gefragt in den Zoos in der ganzen Welt. Deshalb hatte die „Löwenherz“ genug zu tun in diesen Tagen. Für Thomas war die viele Arbeit ein Segen. Dann konnte er sich auf die Maloche konzentrieren, und hatte nicht so viele schlechte Gedanken. Diese hatte er noch genug nach Feierabend und er machte sich viel Sorgen. Anke hatte genug damit zu tun ihre Mutter jeden Tag aufs Neue zu pflegen. Thomas und Anke hatten sehr viel  Sehnsucht aufeinander. Meistens riefen sie sich nur ein paar Minuten am Abend an. Anke hatte auch viel Stress zu Hause berichtete sie Thomas jeden Tag am Telefon. Lina hatte dafür den ganzen Tag die Mama zu Hause. Lina war auch noch zu klein um das alles zu verstehen. Sie würde sich später nicht mehr an all das erinnern.





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Zwei Wochen später kam dann der Anruf, mit dem Thomas schon gerechnet hatte. „ Thomas, Mama ist gestern Abend  ganz still und leise für immer eingeschlafen. Sie ist gestorben.“ „ Wie geht es dir Anke? Ich bin gleich morgen bei dir. Pass bis dahin gut auf dich und unsere Tochter auf. Ich packe sofort meine Koffer und fliege nach Hannover. Du brauchst mich nicht abholen vom Flughafen, ich rufe mir ein Taxi.“ „ Ruf mich aber vorher an, wenn du mit dem Taxi zu mir fährst.“ „ Ja, mache ich. Tschüss, Anke. Bis morgen.“ „ Tschüss Thomas.“
Thomas erzählte von dem Todesfall seiner Schwiegermutter und bekam  sofort Urlaub. Luisa wünschte ihm herzliches Beileid. Thomas packte seine Koffer und schickte sie nach Deutschland. Dann brachte ihn Benny mit dem Auto zum Flughafen von Johannesburg. Thomas hatte viele Gedanken während des Fluges. 14 Tage hatte er nun Urlaub. Die meiste Arbeit war schon abgeschlossen auf der „Löwenherz“. Die Löwen waren alle schon mit Flugzeugen nach Europa und den USA gebracht worden.
Thomas kam am Mittag in Hannover an. Er rief wie versprochen bei Anke an und sagte ihr, dass er jetzt ein Taxi nehmen würde und in einer viertel Stunde bei ihr sei.
Thomas klingelte an der Haustür von  Anke und als sie aufmachte, fiel sie ihm gleich weinend in die Arme. Thomas küsste Anke und sprach ihr Beileid zu. Als sie in  der Wohnung waren, ging Thomas sofort zu Lina ins Kinderzimmer, die ein bisschen schlief. Die beiden blieben ein bisschen bei Lina am Bett sitzen und gingen dann ins Wohnzimmer und während sie darauf warteten, dass Lina aufwachte, schmusten sie ein bisschen auf dem Sofa.
Aber lange dauerte es nicht bis Lina wieder wach war. Anke ging ins Kinderzimmer und trug Lina auf dem Arm ins Wohnzimmer und gab sie ihrem Thomas auf den Arm. Lina freute sich genau so sehr wie Thomas, dass konnte man sagen und auch sehen. Die beiden lachten sich freundlich an und Thomas verdrückte eine Träne so sehr freute er sich seine Tochter wieder zu sehen. Er gab ihr einen Kuss auf die Wange und Lina drückte ihren Papa ganz fest.
An diesem ersten Tag, als Thomas in Deutschland war machte sich keiner der beiden Gedanken über die Beerdigung ihrer Mutter. Sie wollten einfach zusammen sein und nichts weiter tun als sich lieb haben. Endlich war die Familie wieder vereint, aber nur für eine kurze Zeit. Und diese Zeit wollten die drei nutzen. Aber am nächsten Tag mussten Anke und Thomas sich über die Beerdigung schon viel Gedanken machen. Es musste noch viel in die Wege leiten. Es musste eine Messe bestellt werden, Einladungskarten zur Beerdigung an die Verwandtschaft geschickt werden. Blumengestecke, Kränze gekauft werden. Aber viele Sachen, die für eine Beerdigung wichtig waren und unbedingt erledigt werden mussten, hatten sie dem Bestattungsinstitut in Auftrag gegeben. 





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Darüber waren Thomas und Anke auch sehr froh, weil sie vieles über Bestattungen  einfach zu wenig wussten.
Anke hatte eine kleine Verwandtschaft und auch die Familie von Thomas war nicht sehr groß, so dass es eine kleine Beerdigung mit einer kleinen Trauergemeinschaft gab. Der Priester sprach tröstende Worte aus und sprach von Erlösung nach einer kurzen aber schweren Krankheit. Nach der Beerdigung kamen noch einmal alle Verwandte in einem kleinen Cafe zusammen. Thomas und auch Anke lernten noch Menschen kennen, die sie vorher nie gesehen hatten. Aber es war eine schöne Runde von Menschen die dort im Cafe zusammen saßen.
Aber als Thomas und Anke wieder zu Hause waren, waren sie doch froh, dass sie alles hinter sich hatten. Und Victoria, ihre Mutter wird in ihren Herzen weiterleben und in ihren Gedanken. Victoria war eine gute Mutter gewesen und auch Oma.
Lina war noch zu klein, sie wird wenige Erinnerungen an ihre Oma behalten. Und Thomas und Anke sprachen natürlich über die Zukunft nach so einem Ereignis. Es kann einmal schnell kommen, dann ist das Leben vorbei. „ Meinst du ich schaff das hier alleine mit Lina, Thomas?“ Ich hoffe es, aber wenn nicht, du kannst mir immer sagen wenn du mich brauchst, dann komme ich sofort.“ „ Oder meinst du ich soll es noch einmal auf der „ Löwenherz probieren?“ „ Das musst du selber wissen, Anke. Ich würde mich freuen. Und es würde sich auch etwas ändern, wenn du wirklich wieder mit nach Afrika kämest. Ich würde weniger arbeiten und mehr für euch da sein. Ich habe schon mit Frank und Helmut, unseren beiden Chefs, darüber gesprochen. Und Renate weiß auch schon bescheid. Wenn du willst und mit nach Afrika kommst rufe ich noch von hier aus in der „Löwenherz“ an, dass haben wir so abgesprochen. Wir haben aber noch ein bisschen Zeit, du kannst dir die Sache in Ruhe überlegen. Jetzt bin ich noch ein paar Tage hier.“
Und diese Tage genossen die zwei mit ihrer Tochter Lina ausgiebig. Einen Tag gingen sie in den Zoo mit Lina. Sie trafen ihre alten Arbeitskollegen wieder und schauten sich zusammen mit Lina die Tiere an. Lina gefiel es sichtlich gut im Zoo.
Zwei Tage bevor Thomas wieder zurück nach Südafrika musste sagte Anke: „ Thomas, ich habe viel nachgedacht in der letzten Zeit, auch schon als  Mama so krank war. Und ich möchte nicht lange drum herum reden. Wenn du es wirklich ernst meinst, dass du weniger arbeiten willst und du mehr Zeit mit mir und Lina verbringen willst, dann versuche ich es noch einmal  in Afrika auf der „Löwenherz“.“ 





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„ Ach Anke, ich habe so gehofft, dass du das sagst. Ich liebe dich. Ich freue mich wie ein Schneekönig. Und ich halte mein Versprechen ein. Ich rufe noch heute in Pietersburg an und regele meine Arbeitszeit  mit den beiden Chefs. Aber erst einmal lass dich drücken und küssen, Anke. Die beiden nahmen sich in die Arme und Lina nahmen sie gleich mit dazu.
Thomas rief sofort in Afrika an. Renate meldete sich im Büro. „ Hallo Thomas. Wie geht es?“ „Kommt darauf an wie dieses Gespräch verläuft. Ich habe dir ja schon gesagt, dass ich andere Arbeitszeiten haben wollte. Anke hat sich entschlossen wieder auf die „Löwenherz“ zu ziehen.“ „ Das freut mich, Thomas. Aber wir müssen ein paar Kompromisse eingehen. Wenn du etwas weniger arbeitest, dann würden wir noch einen anderen Tierarzt einstellen. Die Stunden, die du weniger machst, muss ja jemand ersetzen. Du würdest weniger verdienen. Aber du bliebst die Nummer 1 als Arzt auf der Löwenherz.“ „ Ich finde das hört sich schon mal ganz gut an. Ich glaube wir können uns einigen. Und wie viele Stunden kann ich dann arbeiten?“ „ Ich habe mit Frank und Helmut gesprochen. Du würdest sozusagen halbe Tage arbeiten. Von 9 Uhr morgens bis 13 Uhr. Also vier Stunden. Die andere Zeit hättest du frei.
Dann würde dein Kollege einspringen und deine Stunden übernehmen, die du nachmittags sonst gearbeitet hast.“ „ Ich finde das hört sich perfekt an, aber ich möchte vorher noch mit Anke darüber sprechen, denn schließlich muss sie auch damit einverstanden sein. Es geht ja um uns drei. Ich melde mich heute Abend noch einmal und sage ihnen wie ich mich entschieden habe. Danke erst einmal, Renate. Bis bald.“ „ Tschüss, Thomas. Ich warte auf ihren Anruf heute Abend. Bis dann.“ Thomas fand dass dieses eine gute Lösung für ihn ist. Er war gespannt, wie Anke das sah.
Thomas erzählte Anke was er mit Renate, der Sekretärin, am Telefon besprochen hatte. Anke lächelte ihren Thomas an. „ Ich finde auch, dass sich das sehr gut anhört. Thomas ich glaube dieses Mal schaff ich es in Südafrika.“ „ Du würdest mich sehr glücklich machen Anke. Aber auch wenn du es nicht schaffst, ich halte immer zu dir.“ „ Das gibt mir sehr viel Sicherheit, Thomas. Ich glaube auch an dich. An uns. Wir schaffen das.“
Thomas rief abends noch einmal bei Renate auf der „Löwenherz“ an und Renate hatte schon alles mit den beiden Chefs dieser Tierauffangstation besprochen. Sie waren sich einig, dass sie Thomas unbedingt halten wollten als 1. Arzt bei ihnen. Auch, wenn er nur noch halbe Tage arbeitete. Thomas war ein sehr guter Tierarzt und er machte in den Augen der anderen Kollegen hervorragende Arbeit. Er war und ist eine wichtige Säule auf der „Löwenherz.“
Thomas berichtete das alles Anke und die freute sich für Thomas und war sehr optimistisch, was das Leben in Zukunft in Afrika betraf.






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Sie freute sich so richtig auf Afrika, jetzt kannte sie auch schon wie sie dort lebten und arbeiteten. Es war der zweite Versuch für Anke in Afrika.
Thomas flog vorweg, er musste wieder auf der Arbeitsstelle erscheinen. Er machte das aber auch wirklich gerne, immer mit den Gedanken bei Anke und Lina. Die beiden würden ein paar Wochen später nachkommen. So hatte Thomas genügend Zeit sich an seine neuen Arbeitszeiten zu gewöhnen. Ihm war die erste Zeit manchmal langweilig, aber er dachte sich, wenn Anke mit Lina erst einmal da sind dann ist die Langeweile wie weggeblasen. Seine Liebe zu Südafrika wurde immer größer, und sie wurde noch unterstrichen, durch die Tatsache dass er bald wieder seine Familie jeden Tag bei sich hatte. Luisa freute sich auch auf die beiden, Anke und Lina. Luisa ging es wieder besser als noch vor kurzem, aber sie musste etwas kürzer treten nach den drei Bypässen. Vor allem freute sich Luisa, dass Thomas bald wieder seine Familie bei sich hier in Südafrika hatte. Es war auch manchmal nicht gut mit anzusehen, wie er litt unter dieser Situation. Aber das sollte sich ja schon bald ändern. Und sie glaubte auch, dass Anke sich langsam aber sicher an die „Löwenherz gewöhnte, besonders wenn Thomas mehr Zeit für seine Familie hatte. Das war eine gute Lösung fand Luisa.
Thomas konnte es kaum erwarten bis sie endlich kommen würden die beiden.
Eines Abends als Anke wie jeden Tag anrief sagte sie: „ Thomas, es ist bald so weit. Lina und ich dürfen in 14 Tagen ausreisen. Die Behörden haben die Ausreise erneut bewilligt. Aber der Beamte fragte mich, ob ich mir das genau überlegt hatte mit dem Ausreisen Weil es einmal schon gescheitert ist. Ich sagte dieses mal sollte es für länger sein. Aber „für immer“ konnte ich noch nicht sagen, man kann nie wissen, was der liebe Gott mit einem noch so alles vorhat, sagte ich zu dem Beamten. Der antwortete mir, dass ich damit recht hätte man kann nie wissen was passiert im Leben. Aber das ist auch gut so. Das Leben  ist Veränderung, wenn nicht örtlich oder zeitlich, wir Menschen selber ändern uns jeden Tag, wir entwickeln uns weiter und das ist gut so. Jeden Tag muss man an sich arbeiten.
Die zwei Wochen gingen sehr schnell vorbei. Thomas und Luisa hatten sich von Benny zum Flughafen bringen lassen. Die zwei sind extra ein bisschen früher auf dem Flughafen angekommen, um sich ein wenig einzustimmen auf die Ankunft des Fliegers, wo Anke und Lina drin saßen. Aber der Flug hatte etwas Verspätung. Thomas und auch Luisa wurden immer nervöser bis an der Anzeige stand dass der Flieger von Hannover nach Johannesburg landen würde. Sie sahen das Flugzeug landen und jetzt dauerte es nicht mehr lange und die beiden würden in die Flughafenhalle kommen. 







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Thomas und Luisa sahen sie schon von weitem. Thomas und auch Luisa gingen so weit es möglich war den beiden entgegen. Anke ging schnell mit Lina auf dem Arm. Als sie bei Thomas angekommen waren, nahmen die beiden Frauen Thomas in den Arm. Und Luisa nahm alle vier in den Arm. So standen sie alle sehr dicht zusammen. Es flossen Tränen und Thomas küsste erst Anke sehr lange und danach gab er Lina einen dicken Kuss auf die Wange. Die vier wollten sich gar nicht  mehr loslassen. Aber dann gingen sie zusammen zum Gepäckband und Thomas fischte sich den Koffer von dem Fliessband. Dann gingen sie lachend zum Taxi wo Benny, der Taxifahrer von der „Löwenherz“, schon auf sie wartete. Freundlich begrüßte Benny Anke und auch Lina. Sie fuhren zur Auffangstation und wieder, wie letztes Mal auch standen alle auf dem Hof um die neuen Bewohner zu begrüßen. Auch Anke hatte damals einen guten Eindruck hinterlassen bei den Leuten der „Löwenherz“
Deswegen standen alle zur Begrüßung da und freuten sich, dass die beiden gesund und Munter angekommen sind. Anke gab allen die Hand und sagte dabei: „ Wir kennen uns ja schon alle. Auf einen zweiten Versuch und hoffentlich der letzte Versuch. Es ist ganz schön anstrengend  dieses Umziehen.“ Alle mussten ein bisschen lachen als Anke dass sagte.
Anke und Lina gingen mit Thomas in die Wohnung, die Anke ja noch kannte. Lina war ja auch auf der „ Löwenherz“ geboren, aber es war für sie, als wenn sie zum ersten Mal in dieser Wohnung war. Sie hatte gar keine Erinnerung an ihr Zimmer, wie auch, sie war noch viel zu klein damals.
Zwei Wochen gingen ins Land und Anke und Lina hatten sich schon etwas eingelebt. Thomas fand auch dass es ganz gut klappte. Morgens ging er zur Arbeit und nachmittags spielte er mit seiner kleinen Tochter. Sie malten viel, puzzelten oder sie sangen ein paar Lieder, mit Anke zusammen oder auch alleine mit Lina. Lina machte große Fortschritte für ihr Alter, sie entwickelte sich sehr gut. Anke gefiel es sehr gut in Afrika, besonders weil Thomas sich viel mit seiner Familie beschäftigte. Anke hatte das Gefühl, dass sie und Lina wichtig waren für Thomas und das war ein gutes Gefühl. Sie fühlte sich nicht nur als Mutter sondern auch als Frau von Thomas geliebt und verstanden. Ganz anders als beim ersten Mal in Afrika. Thomas war viel ausgeglichener und trotzdem hatte er nicht das Gefühl, dass er nicht genug arbeitete, im Gegenteil im gefiel die andere, neue Vaterrolle auch sehr gut. Und Anke gab ihm auch das Gefühl, das er als Vater und auch als Mann gebraucht wurde. So konnte es weitergehen.
Und für Lina ging es sehr gut weiter, denn sie sollte bald schon in den Kindergarten gehen.
Lina und auch die Eltern freuten sich darauf. Der Kindergarten war in Pietersburg.







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Aber weil die „ Löwenherz“ etwas außerhalb von Pietersburg entfernt lag, wollte Anke ihre Lina mit dem Fahrrad zum Kindergarten bringen.
Der Tag an dem Lina das erste Mal zum Kindergarten musste, nahmen sich Anke und Thomas die Zeit mit dem Fahrrad mit zum Kindergarten mit zu fahren. Als sie da waren gingen sie leise hinein. Denn der Kindergarten hatte schon begonnen. Als sie hineingingen begrüßte sie Schwester Eleonore. Sie leitete den Kindergarten in Pietersburg.  Sie war Mitte dreizig  und sah aufgeweckt aus. Lina ging gleich auf sie zu. „ Hallo Lina. Herzlich willkommen im Kindergarten, “ sagte Schwester Eleonore.
Mama und Papa gingen dann wieder und Schwester Eleonore stellte Lina den anderen Kindern vor. Die meisten spielten einfach weiter und gaben Lina wenig Beachtung, aber vor allem die etwas älteren Kinder guckten ein wenig neugierig zu Lina. Ein Kind kam sofort auf Lina zu und sprach sie an. Es war ein farbiges Kind, das aus Pietersburg kam und in Linas Alter war, also 2 Jahre alt. „ Ich heiße Rudy.“ Die nächste Zeit spielten Rudy und Lina öfter im Kindergarten zusammen. Anke und auch Thomas waren froh, dass Lina so schnell jemanden gefunden hat. Anke und Thomas lernten die Eltern von Rudy kennen und sie luden diese zusammen mit Rudy auf die „ Löwenherz“ zum Kaffee trinken ein.
Der Einladung kamen die Eltern von Rudy gerne nach, und am Wochenende kamen die Petersons  mit ihrer Tochter zu  Anke und Thomas Baum. Lina lachte als Rudy mit ihren Eltern ins Wohnzimmer kam. Sie freute sich so, dass ihre Freundin aus dem Kindergarten auch mal bei Mama und Papa im Hause war. Die Petersons waren feine Leute und Anke und Thomas verstanden sich auf Anhieb mit ihnen. Es war ein netter Nachmittag für alle und sie wollten das auf jeden Fall noch einmal wiederholen. Thomas freute sich für Lina und auch für Anke, dass sie nun schon ein paar Leute Privat kannten. Anke lebte richtig auf  hier in Afrika. Nicht nur das Lina eine Freundin hatte, nein auch Anke verstand sich gut mit Frau Peterson.
Rudy war nun öfter bei Baums.
Lina spielte nun fast jeden Nachmittag mit Rudy in der Wohnung von den Baums. Thomas war dadurch ein bisschen entlastet und auch Anke.
Es vergingen keine 8 Tage da waren die Petersons wieder zu Besuch bei Anke und Thomas dieses Mal zum Grillen. Endlich war seit langer Zeit mal wieder etwas los auf der „Löwenherz“. Die beiden Mädchen sangen und spielten zusammen und das nicht so leise, so dass wieder Leben da war auf der Tierauffangstation. Luisa spielte spontan mit den beiden Mädchen. Thomas und Anke wollten mit Susanne und Volker Petersons in Johannesburg ausgehen.





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Sie hatten vor zusammen essen zu gehen und anschließend ein bisschen zu tanzen in einer Musikkneipe. Sie verabredeten sich für Samstagabend. Anke und Thomas machten sich richtig schick für den Samstagabend. Um 20 Uhr holten die beiden Susanne und Volker Peterson von zu Hause ab. Auf Lina und Rudy passte Luisa gerne auf. Luisa war mit den beiden Mädchen bei Baums zu Hause. Thomas fuhr den Wagen nach Johannesburg. Auch die Petersons waren schon lange nicht mehr ausgegangen, schon gar nicht mit einem anderen Pärchen. Deshalb waren alle sehr nervös. Zuerst wollten sie essen gehen beim Chinesen in Johannesburg. Anke und Thomas waren schon einmal in dem chinesischen Restaurante gewesen und es hatte ihnen gut geschmeckt. Thomas parkte den Wagen in der Nähe des Restaurants. Fröhlich und heiter gingen sie zu dem Haus und sahen von außen schon, dass es gut besucht war. Gott sei dank hatte Thomas einen Tisch bestellt. Als sie hinein gingen wurden sie mit Handschlag empfangen von dem Besitzer des Restaurants. Sie bekamen einen Tisch mit Platz für vier und sie saßen an einem sehr ruhig gelegen Tisch.  Sie unterhielten sich über ihre Töchter und sie fanden dass sie sehr gut zusammen passten. Auch bei den Eltern bestand eine große Sympathie. Und nun freuten sich die vier auf das Buffet beim Chinesen. Sie gingen alle noch ein zweites Mal zum Buffet um sich noch einen kleinen Nachschlag  zu holen. Es schmeckte allen vier köstlich. Nach dem Essen bestellten sie sich noch etwas zu trinken und dabei saßen sie noch eine Weile im Restaurant und unterhielten sich weiter sehr gut. Sie beschlossen anschließend, wie vorher geplant, tanzen zu gehen.
Sie wollten erst eine Disco und dann ein Tanzlokal aufsuchen. Inder Disco blieben sie aber nicht lange. Es war ihnen zu laut und zu viele jüngere Leute waren in der Disco, die schon etwas angetrunken wirkten. Aus dem Alter waren die vier Raus. Sie gingen in ein Tanzlokal, wo es etwas ruhiger war. Bei schöner Musik tanzten die beiden Pärchen erst mit den eigenen Partnern, und etwas später tanzten Anke mit Volker und Susanne mit Thomas. Sie hatten alle vier viel Spaß an diesem Abend. So kam es, dass die vier erst um 2 Uhr wieder zu Hause waren. Fröhlich aber müde beendeten sie den Abend, aber nicht ohne auf wieder sehen gesagt zu haben und sie meinten alle vier dass sie so etwas bestimmt noch einmal wiederholen wollten. Am nächsten morgen, brachte Anke, Rudy wieder zu ihren Eltern zurück. Anke sprach mit Susanne an der Tür und sie sprachen noch mal über den gestrigen Abend und freuten sich darüber. Sie fanden es war ein netter und gelungener Abend. So richtig schön, fanden die beiden Frauen diesen Abend. Auch die Männer haben sich gut verstanden. Am nächsten Tag  mussten beide Männer  wieder zur Arbeit. Gott sei dank hatten sie keinen Alkohol getrunken, so dass sie nur ein bisschen müde waren.





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Als Thomas am Mittag nach Hause kam, legte er sich trotzdem ein bisschen aufs Sofa und schlief  erst einmal ein wenig.  Anke deckte in der Zwischenzeit den Kaffeetisch, Lina half ihr ein wenig dabei. Als Thomas aufwachte und sich an den Kaffeetisch setzte fragt er Anke: „ Und wie fühlst du dich jetzt hier in Afrika? Besser wie das erste Mal.“ „ Anke antwortete: Es ist diesmal schöner, es geht mir besser. Es scheint ich fühle mich hier langsam wie zu Hause, wie in Hannover. Und vor allem du bist mir eine große Stütze, Thomas. Ich finde es gut, dass du mehr Zeit für mich und Lina hast.“ „ Dann bleibst du dieses mal in Afrika bei mir und fliegst nicht wieder nach Deutschland zurück?“ „ Im Moment fühle ich mich sehr wohl in Südafrika auf der „Löwenherz“ und mit dir und Lina habe ich alles was ich brauche.“
„ Das freut mich, Anke. Ich bin glücklich wenn du glücklich bist. Ich bin ja schon seit langem zufrieden hier auf der „Löwenherz“, und du weißt ja wie gut mir Afrika gefällt. Aber ich bin wirklich erleichtert, dass es dir nun auch hier gefällt.  Ich liebe dich, Anke.“
Und als die ganzen Leute der „Löwenherz“ und die Familie Peterson abends an einem Tisch saßen und in die untergehende Sonne schauten sagte Luisa: „ Ich freue mich so für euch Thomas und Anke. Ich hoffe ihr findet das Glück auf der „Löwenherz“ weiterhin.




Ende
Danke!

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