Pedros Abenteuer Teil 11
Der störrische Esel
Pedro, der kleine Zirkusjunge war schon sehr gespannt auf
die fünf Esel die sein Vater, der Zirkusdirektor Salvatore Zappo, von einem
befreundeten Zirkus abgekauft hatte für seinen eigenen Zirkus. Pedro und seine
Freundin Anabella standen am Eingang vom Zirkusplatz und warteten darauf, dass
die Esel gebracht wurden. Sie warteten schon eine ganze Weile bis auf einmal
zwei Wagen mit Anhänger auf den Zirkusplatz fuhren. „ Das müssen die Esel sein,
“ sagte Pedro zu Anabella. Sie liefen hinter den Wagen her. Und tatsächlich als
die Wagen anhielten, ließen die Männer die fünf Esel heraus und brachten sie in
die Ställe, die Salvatore Zappo extra vorbereitet hatte. Die Wagen fuhren
wieder weg und Pedro und Anabella schauten sich erst einmal die Tiere ganz
genau an. „ Das sind aber schöne Tiere, “ sagte Anabella zu ihrem Freund Pedro.
„ Das finde ich auch. Aber die schreien auch ganz schön, “ sagte Pedro. „ Vielleicht
haben sie Hunger.“ „ Da könntest du Recht haben, Anabella. Komm wir holen ihnen
Futter.“ Die beiden versorgten die Esel mit Heu und ein paar Möhren.
Am nächsten Tag wollte Salvatore Zappo das erste Mal mit den
Eseln eine Zirkusnummer einüben. Aber dabei gab es ein Problem. Es war ein Esel
dabei, der etwas störrisch war. Etwas war noch milde gesagt. Es war auch noch
das Leittier von den fünf Eseln. Und er wollte einfach nicht in das Zirkuszelt
und in die Manege gehen. Salvatore schob und drückte den Esel was das Zeug
hält, aber der Esel ging keinen Zentimeter weiter. „ Was mache ich jetzt nur?“
fragte sich Salvatore selbst. „Ich kann so mit den Eseln nicht arbeiten.“ Pedro
hatte sich das ganze von weitem angeguckt und musste lachen. „ Pedro. Bitte
lach doch nicht so, “ sagte Salvatore „ Weißt du nicht was, wie ich den
störrischen Esel in die Manege kriege?“ Pedro ging mit Anabella zu dem Esel und
sagte zu seinem Vater: „ Ich habe da vielleicht eine Idee.“
Pedro ging weg und kam nach ein paar Minuten später mit
einer kleinen selbst gebastelten Angel wieder an dem eine Möhre hing. „ Und nun
Pedro, was hast du vor?“ fragte Salvatore seinen Sohn. „ Warte es ab, Papa.
Hilf mir mal auf den Rücken von diesem Esel.“ Salvatore hob Pedro auf den Rücken
des störrischen Tieres. Pedro hielt seine Angel mit der Möhre vor die Schnauze
des Esels. Und plötzlich bewegte sich der Esel.
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Angezogen von dem Duft und der schönen Farbe der Möhre ging
der Esel immer weiter. „ Pedro, du bist der Beste. Und weil der Esel nun nur
noch mit Pedros Möhre sich bewegte, baute Salvatore Pedro mit in die Eselnummer
ein. Und an dem Abend der ersten Vorstellung kündigte Salvatore bei den
Zuschauern die Eselnummer folgendermaßen an. „ Und nun verehrtes Publikum sehen
sie meinen Sohn Pedro mit der Eselnummer die da heißt: Der störrische Esel“ Als
Pedro mit den Eseln hereinkam mit der Angel vorneweg war das Publikum so
begeistert dass es tosenden Applaus gab. Und von nun an war diese Eselnummer
mit Pedro ein fester Bestandteil der Vorführung. Anabella war so stolz auf
ihren Pedro, dass sie ihm nach der ersten Eselnummer einen Kuss auf die Wange
gab. Pedro wurde ganz rot im Gesicht und sagte: „ Wau, was so ein störrischer
Esel doch alles bewirken kann.
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