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Pedros Abenteuer VII
Der Jongleur
Pedro, der kleine Zirkusjunge möchte mit seiner Freundin
Annabella spielen. Deswegen fragt er den Jongleur Xaver Heinz, ob er sich
einmal die Tennisbälle und die Kegel ausleihen kann.
Denn Pedro will ein bisschen Kegeln mit Annabella. Der
Jongleur sagte: Wenn du mir die Kegel nicht kaputt machst, kannst du sie gerne
zum Spielen haben. Und auch die Tennisbälle.
Pedro ließ sich das nicht zweimal sagen und nahm die Kegel
und die Tennisbälle und lief mit den
Sachen runter auf die Straße und wollte nun mit seiner Freundin Annabella ein
bisschen Kegeln. Die beiden hatten viel Spaß beim spielen. Pedro war mal wieder
in seinem Element, und warf die Tennisbälle immer stärker in der Hoffnung, dass
viele Kegel hinfielen.
Ein paar Augenblicke später warf er den Ball so schnell, das
er von den kegeln abprallte und in einen Bach fiel, der neben der Strasse
verlief. Pedro rannte schnell hinter dem Ball her und fischte ihn aus dem Bach.
Das passierte, je länger sie spielten, öfter. Als er die Kegel und auch die
Tennisbälle dem Jongleur zurückgab, schimpfte dieser mit Pedro. „ Wie soll ich
denn jetzt mit diesen nassen Bällen jonglieren, kannst du mir das mal sagen,
Pedro.“ „ Ich weiß nicht, ich habe nicht daran gedacht das die nassen Bälle
nicht zu jonglieren gehen.“ „ Da hättest du aber dran denken müssen. Sieh zu
wie du die Bälle wieder trocken kriegst. Wenn mein Auftritt ist möchte ich
meine Tennisbälle wieder trocken haben. Ist das klar, Pedro?“ „ Ja ist klar,“
antwortete Pedro etwas verzweifelt. Annabella schaute ihren Freund skeptisch
an: „ Pedro, wie willst du denn die Tennisbälle wieder trocken kriegen so
schnell? Die haben sich doch so richtig voll gesogen mit Wasser.“ „ Ich weiß es
auch nicht, Annabella.“ Plötzlich hat Pedro eine Idee. Er nimmt die Bälle mit
in sein Wohnwagen und nimmt einen Fön in die Hand und hofft, dass die heiße
Luft von dem Fön die Bälle schnell wieder trocknet. Aber Pedro merkt schnell,
dass es ein schwieriges Unterfangen ist, die mit Wasser voll gesaugten Bälle,
wieder trocken zu kriegen. Nach ein paar Minuten gibt er auf. Als nächstes holt
er zwei Händehandtücher und versucht die Bälle trocken zu reiben. Aber diese
Idee ist noch hoffnungsloser. Die Bälle wurden und wurden nicht trockener. Auf
jeden Fall nicht so schnell wie sie werden mussten, damit Xaver Heinz wieder
damit jonglieren konnte.
Pedro hörte schon die Standpauke, die sein Vater ihm
erteilen würde, wenn die Bälle nicht rechtzeitig trocken werden würden.
Pedro ging etwas durch die Straßen, in dem Ort wo der Zirkus
gerade war. Er wollte etwas nachdenken. Aber ihm fiel nicht wirklich etwas ein.
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Aber wie er so durch die Straßen geht hört er wie zwei Leute
Tennis spielen. Und als er etwas weiter ging sah er auch schon den Tennisplatz.
„ Glück muss man haben,“ dachte Pedro. Er ging zu dem Tennisplatz und suchte
dort in der Nähe nach Bälle die die Tennisanlage verlassen hatten durch
schlechte Schläge der Tennisspieler. Und tatsächlich fand er genau drei
Tennisbälle die auch noch in Ordnung waren und vor allem trocken. Schnell lief
er zum Zirkus zurück. Dort gab er dem Jongleur die Tennisbälle. Wie hast du
denn das geschafft, dass die Bälle wieder trocken sind?“ „ Manchmal braucht man
halt ein bisschen Glück.“ Am nächsten Tag brachte er die nassen Tennisbälle,
die er in der Zwischenzeit mit dem Fön getrocknet hatte und brachte die Bälle
zum Tennisplatz zurück und legte sie dort wieder hin. Denn stehlen macht man
nicht. Die Tennisbälle waren nur ausgeliehen.
Xaver Heinz weiß heute noch nicht wie Pedro die Tennisbälle
so schnell trocken gekriegt hat, aber auch Pedro als zukünftiger Zirkusdirektor
darf ein Geheimnis haben. Und wieder hat Pedro durch eine tolle Idee, sich aus
dem Schlamassel selber wieder herausgebracht.
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